Mit dem Kastenwagen nach Frankreich – Rundtour –

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Für unseren diesjährigen Urlaub haben wir uns die Umrundung von Frankreich als Ziel gesetzt. Wir fuhren also zunächst nach Amsterdam, denn dort gibt es einen tollen Äthiopier, bei dem das Essen mit Fingern gegessen wird und einfach absolut lecker ist. Dazu köstliches Bananenbier. Einfach perfekt.
Der Stellplatz in Amsterdam war Dank Navi schnell gefunden und wir konnten die kostenlose Fähre in Richtung Hauptbahnhof nutzen.Auf der anderen Seite angekommen suchten wir auf dem direkten Wege den Äthiopier auf und ließen uns das Essen auf unseren Zungen zergehen. Perfekt.

Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Brügge. Über Brügge hatten wir uns zum Ziel gesetzt, den Kanal zu erreichen. Dann sollte es am Kanal bis zum Atlantik weitergehen. Der Atlantik war rauh, leichte Wellen waren vorhanden und die Temperaturen stiegen, so bald wir weiter gen Süden kamen.
Kurz vor der Grenze nach Spanien verweilten wir einige zeit in Biarritz, einer kleinen tollen Stadt. Danach ging es dann an der spanischen Grenze entlang zum Mittelmeer. Über Maseille führte uns unser KaWa nach Saint Tropez. Einfach klasse dort. Von Saint Tropez fuhren wir dann zum Grand Canyon du Verdon und entlang der Schluchten. Ein Traum. Über einige Pässe, unter anderem den Col de Galibier, erreichten wir die Schweiz und dort den Genfer See. Weiter ging es dann bis kurz nach Bern. Dort besuchten wir ein befreundetes Ehepaar. Letzlich fuhren wir dann über die A 7 wieder bis nach Hause.

Gesamtlänge der Strecke: 5000 km
Gesamtkosten Diesel: 500 €
Gesamtdauer der Tour: 3 Wochen

Nun soll der Bericht auch losgehen.

Amsterdam

Wie eingangs erwähnt, fuhren wir am Anfang unserer Reise nach Amsterdam. Dort gibt es einen Stellplatz, der sehr günstig gelegen ist.

Dieser ist umzäunt und mit einer Schranke geschützt.
Von diesem Platz ist auf kurzem Weg eine kostenlose Fähre zu erreichen, die einen schnell zum Hauptbahnhof bringt.

Sie ist zwar immer voll, aber dafür kostenlos und fährt alle halbe Stunde. Dauer der Fahrt ca. 14 Minuten.
Da wir schon einmal in Amsterdam waren, ersparten wir uns das Sightseeing. Wir wollten auf direktem Wege zum Äthiopier und das Essen und das Bananenbier genießen.

Köstlich, das können wir versichern. Muss man mal gegessen haben. Adresse: Marnixstraat 259.

Anschließend schlenderten wir noch gemütlich durch die Innenstadt zum Hafen.

Antwerpen

Weiter ging die Fahrt bis nach Antwerpen mit schönem Fußgängerbereich.

Nachdem wir eine ruhige Nacht hatten, fuhren wir am nächsten Morgen weiter nach Brügge.

Brügge

Bei Brügge fuhren wir auf einen kleinen Campingplatz. Die Altstadt von Brügge ist eine Reise wert.

Pommesbuden gibt es natürlich auch. Selbstgemacht, versteht sich ;).

Also schnell mal anstellen und kaufen. Lecker. Nach einem leckeren Frühstück zog es uns Richtung Ärmelkanal.

Ärmelkanal

Gestärkt gings dann auch schon los.

Als Ziel hatten wir einen kleinen Campingplatz ausgemacht. Da der Platzbetreiber nicht anwesend war, fuhren wir einfach drauf und richteten uns ein.
Als wir den Kanal erreichten, stellten wir eine rauhe Landschaft fest. Urig wars.

Aber so stellten wir uns den Ärmelkanal vor.

Nach und nach wurde auch das Wetter besser. Die Sonne kam mehr und mehr zum Vorschein. So soll es ja auch sein….im Urlaub.

Frecamp

Am späten Nachmittag erreichten wir Frecamp. Dort übernachteten wir auf einem kostenlosen Stellplatz mit Versorgungsstation.

Fussball stand auf dem Programm. Schnell noch die Schüssel ausgerichtet und es konnte losgehen. Zuvor stärkten wir und für das Spiel mit dem runden Leder mit einem Grillteller. Selbstgegrillt natürlich.

Morgens wurden die Tanks noch mit frischem Nass gefüllt und es konnte weitergehen.
Unterwegs musste meine Frau alles fotografisch dokumentieren.

Zahlreiche Brücken wurden überwunden.
Dann war wieder mal ein Campingplatz dran. Wir fanden einen kleinen tollen Platz mit einem noch tolleren Swimmingpool. Aber seht selbst.

Der Pool war echt der Hit. Leider war es zu kühl, um ihn testen zu können.

Nach einem Tag Aufenthalt wollten wir endlich zum Atlantik. Wir wählten Höhe Bordeaux die Fähre, denn sie erspart uns einen großen Umweg.

Leider mussten wir eine Stunde warten. Bei unserem Glück war sie natürlich gerade weg. Aber dann kam sie doch und schnell checkten wir ein.

Auf der anderen Seite erwartete uns dann der Atlantik.
Ein toller Stellplatz wurde Dank meiner App schnell gefunden. Und schaut Euch den Himmel an. Besser geht nicht.

In unmittelbarer Nähe befand sich eine kleine tolle Innenstadt mit vielen netten kleinen Geschäften. Hier im Hintergrund leicht angedeutet. 

Der Stellplatz war wieder mit Schranke gesichert und verfügte ebenfalls über eine Versorgungsstation. Probleme bekamen wir in Frankreich nie.
Endlich war er erreicht……Der Atlantik.

Biarritz

Wir freuten uns anschließend auf einen Besuch von Biarritz. Auch dort gab es einen tollen Stellplatz. Leider konnte ich meine SAT Schüssel nicht einstellen, da überall Bäume vorhanden waren. Aber zum Glück ist Fussball ja nicht alles, oder? 😉

Dort in der Nähe des Stellplatzes befand sich ein kleiner Ort, wo es sich herrlich schlendern ließ.

Nach einen netten Frühstück, welches wir vor unserem KaWa einnahmen, wollten wir an der spanischen Grenze entlang zum Mittelmeer fahren.

Zuvor musste aber noch das Atlantikwasser getestet werden. Recht frisch für meine Verhältnisse, weswegen ich dann auch kein Bad nahm.

Unterwegs sahen wir noch ein Wohnmobil mit einem recht merkwürdigen Anhänger. Da sollte das Motorad quer drauf. Sieht man nicht oft, so ein Teil.

Hier noch ein nettes Atlantikfoto mit Strand. Viele Leute waren nicht gerade unterwegs, aber im Juni war noch Vorsaison.

Nachdem wir den Atlantik verlassen hatten, freuten wir uns auf das Mittelmeer. Wir hatten den Besuch des Stranabschnittes Sete geplant und wollten über Marceille nach Saint Tropez. Aber dazu später mehr.
Die Distanz zum Mittelmeer wollten wir in 2 Etappen bewältigen. Ca. in der Mitte fanden wir einen kleinen neckischen Campingplatz, wo wir fast alleine waren. Dort konnte wieder ein Länderspiel geschaut werden.

Schnelle die Schüssel ausgerichtet (Langsam werde ich Profi darin) und es sich draußen vorm Wagen gemütlich gemacht.

Nachdem wir auf diesem kleinen Platz eine ruhige Nacht hatten, sollte es weitergehen. Unterwegs begegnete uns sogar eine riesige Burganlage.

Wurde hier denn garnichts mehr renoviert? Nötig wär es.

Am späten Nachmittag erreichten wir endlich das Mittelmeer. Der Stellplatz war eher klein.

Aber nur wenn sich einer direkt daneben stellt. Ansonsten war der Stellplatz tipptopp.
Eine Fressmeile befand sich gleich in unmittelbarer Nähe. Dort gab es allerlei Köstlichkeiten. Schnell die Räder klar gemacht und rein ins Vergnügen.

Der Strand war ebenfalls nicht weit.

Das Wasser war herrlich warm und erfrischend. Sogar schon im Juni.

Und Abends? Da wurde wieder gegrillt. Heute standen Bratkartoffeln mit vielen Eiern auf dem Programm. Toller Grill.

Und wieder mal war Markt. Herrlich, obwohl es dafür fast zu warm war.

Auf der Weiterfahrt begegnete uns noch ein toller Stellplatz, auf dem wir allerdings nicht übernachteten, weil er proppevoll war.

Sieht der nicht toll aus? keine Ahnung, wo der genau lag. Wer weiß es zufällig?
Teilweise mussten wir in Frankreich feststellen, dass es einige ausgwiesene Stellplätze garnicht mehr gab, so gestaltete sich die Suche doch etwas aufwändiger.

Trotzdem fanden wir einen super Stellplatz.

Salin de Geraud

Als nächste Station peilten wir Salin de Geraud an. Zunächst musste allerdings ein POI erklommen und Fotos gemacht werden.

Dort in den Salzfeldern gab es am Strand einen herrlichen Stellplatz, ähnlich wie St. Peter Ording. Man konnte auf den festen Strand fahren und stand in erster Reihe.

Nachts absolut ruhig. Ein toller Sonnenuntergang belohnte unser Bleiben an diesem Ort. Einen Baguette Service gab es auch. Einfach die gewünschte Anzahl in der naheliegenden Bude bestellt und morgens abholen.

Leider gibt es hier keine VE Station und kein Wasser, geschweige denn Strom. Aber dafür steht man in der ersten Reihe.
Nach einem reichhaltigen Frühstück steuerten wir Saint Tropez an, aber zunächst wollten wir nach Marceilles.
Unterwegs begegneten uns immer wieder neu installierte VE Stationen, aber leider konnte man die Toilette dort nicht leeren.

Marceilles

Dann lotzte unser Navi uns nach Marceilles und zwar direkt in die Innenstadt zum Hafen. Mann, war hier Betrieb. Glatt kam ich kurzzeitig auf die Gegenfahrbahn und musste über Betonkugeln wieder in die richtige Spur zurück. Aber es ging zum Glück recht einfach.

Auf Grund einer Demonstration mit Leuchtraketen und Böllern wählte ich einen anderen Weg. Boar, war das eng und überall Rollerfahrer. Ich musste schonr echt gut aufpassen, dass mir keiner unter die Räder kommt.

Saint Tropez und Ramatuelle

Über die Route des Cretes kamen wir schließlich unbeschadet in Saint Tropez an und stellten uns auf den Stellplatz bei Ramatuelle. Nachfolgend einige Fotos von der Anfahrt.

Saint Tropez wimmelt nur so vor Geld. Dick, dicker am Dicksten lautet hier die Devise.

Und da wir gerne auch mal hinter die Fassaden schauen, noch weitere Fotos von Saint Tropez.

Unser Stellplatz in Ramatuelle befand sich direkt am Strand, mit Strandbar, Imbiss und einer VE Station.

Langsam mussten wir Abschied vom Mittelmeer nehmen, denn der Grand Canyon du Verdon war unser nächstes Ziel.

Lac du Verdon

Aber zunächst ging es an den Lac du Verdon zu einem Stellplatz oberhalb des Sees. Auf dem Weg dorthin war natülich das eine oder andere Foto zu machen.

In unmittelbarer Nähe zum Stellplatz (wir bekamen übrigends den letzten), befand sich ein kleines Städchen mit einem schmackhaften Restaurant.

Es gab zwar ein kleines Restaurant, aber ich als Grillmeister kreiere mal den Verdonburger (weitere Rezepte von mir unter http://www.travel-cycle.com/barbecue/.

Am nächsten Tag freuten wir uns auf den Grand Canyon. Wir waren zwar schon einmal hier, aber er ist so atemberaubend, dass wir ihn wieder aufsuchen mussten. Aber zunächst mussten wir enge Gassen überwinden.

Grand Canyon du Verdon

Aber dann kam er in Sicht. Beeindruckend, mehr braucht man dazu nicht zu sagen.

An diesem Felsen konnten wir uns verewigen. Wir hoffen, dass man in einiger zeit noch alles lesen kann.

Eine atemberaubende Landschaft.

Col d´Ayen

Die Straße lässt sich sehr gut befahren. Allerdings muss man auf die Felsüberhänge unheimlich gut aufpassen.

Der Col du Ayen war der höchste Punkt entlang des Canyon. In einem einsam und verlassen wirkenden Bergdörfchen aßen wir zu Mittag.

Unsere Zielrichtung war vorgegeben, wir wollten noch Richtung Bern und Basel. Ein weiterer Paß wurde unter die Räder genommen. Welch ein Kontrast zum Meer.

Col d´Allos

Der Paß Col d Allos war mit 2250 m Höhe schon ein Brocken mit engen Straßen. Aber unser KaWa bewältigte die teilweise starken Anstiege mühelos.

Bains

In Bains fanden wir auf ca. 800 m Höhe einen Stellplatz mit sehr schönem Panorama.

Und weiter gings. Unser guter Bekannter in der Schweiz wartet schon.

Col du Galibier

Ein weiteres Highlight unserer Tour ist der Col du Galibier mit 2554 m Paßhöhe. Ich dachte in diesem Moment an die vielen Radfahrer, u.a. die Tour de France Teilnehmer, die sich hier hochquälen.

4 Grad konnten wir messen. War schon frisch ;). Die Berge ließen wir dann etwas hinter uns und wir fanden nach einigem Suchen einen kleinen Campingplatz direkt am Genfer See.

Genf am Genfer See

Stellplätze sind in der Schweiz so gut wie garnicht vorhanden.

Die Reiher waren richtig entspannt. Zum Glück war DAS nicht unser Boot.

Geldwechseln war angesagt. Dazu eine kleine Sightseeingtour. So dolle Fußgängerzonen gibt es in Genf nicht, aber schlendern lässt es sich trotzdem.

Und hier noch Fotos vom Hafen.

„Blueberry Hill“

Wir hatten noch zwei Tage bis Bern und deshalb folgten wir einem kleinen Stellplatzschild rauf auf die Berge. In 750 m Höhe fanden wir „Blueberry Hill“. Entsorgung und Wasser gabe es ebenfalls. Und richtigen guten Erdbeerwein. Wir waren ganz alleine und genossen dort den Aufenthalt.

Welch ein Panorama.

Haben wir uns erholt, einfach ruhig und perfekt. Jetzt noch unseren Bekannten besuchen und über die A 7 nach Hause gedonnert.
Nachfolgend der Routenverlauf.

Alles in Allem ein toller Urlaub mit vielen unvergesslichen Eindrücken.
-Ende-

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Euer Travel-Cycle Team

 

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