Zweiradanhänger modifizieren

Last Updated on 28. März 2021 by Travel-Cycle

In den gängigen Foren, die allesamt das Thema Wohnmobil umfassen, gibt es viele Möglichkeiten, seine Fahrräder oder seinen Motorroller auf Reisen mit dabei zu haben. Nur welche Art des Transports ist für UNS die beste?

Wir machten uns viele Gedanken, als es darum ging, einen Camper-Van zu kaufen. Damals waren wir von einem Hecktütenträger voll und ganz überzeugt. Eine tolle Art, wie wir fanden. Man kommt gut an die Ladefläche ran und das Fahrzeug ist schnell mit zwei Fahrrädern beladen.

Also kauften wir ein Fahrzeug mit einem Hecktürenträger. Aber mit den Jahren wollten wir doch etwas anderes. So kam dann schießlich ein Träger auf der AHK an unser Fahrzeug. Auc mit diesem waren wir jahrelang zufrieden, bis das Thema Motorroller aufkam. Es musste eine andere Lösung her, versteht ihr, oder?

So kam dann eine Rollerbühne hinten an das Fahrzeug. “Eine richtig gute Wahl”, wie wir meinen. ABER: Wir konnten mit dieser Rollerbühne entweder die Fahrräder oder einen Motorroller transportieren. Ausserdem bewegte man sich immer gewichtsmäßig scharf an der Zuladungsgrenze.

Eines Tages aber, wir fuhren mit unserem Camper-Van an die Donau. Der Roller parkte hinten auf der Bühne. Da trauerte meine Silke unseren fehlenden Fahrrädern nach. Wie gerne würde sie mit den Fahrrädern an der Donau entlang radeln. Tja, ich hatte somit erneut ein Problem, mit dem ich mich beschäftigen konnte und musste.

Fahrräder UND Motorroller auf der Rollerbühne waren einfach nicht umsetzbar. Gerade wenn man sowieso schon gewichtsmäßig am Limit war.

Was nun tun?

Lösung: Es musste einfach ein Anhänger mit.

Ja, ein Anhänger, ihr habt es richtig gelesen. Nur, welcher sollte es werden?

Das Recherchieren ging also los. Länge, Breite, zulässiges Gesamtgewicht, Kosten, alles musste bedacht werden. Wählt man einen Kofferanhänger, oder einen reinen Motorradanhänger?

Alle Möglichkeiten bis dahin scheiterten einfach an der Länge. Ein Koffer- und ein reiner Motorradanhänger waren einfach zu lang. Mit Deichsel locker über 3m. Das kam für mich nicht in Frage.

Also weiter suchen. Und da kam mir dann ein SAWIKO Anhänger vors Auge. Wow, Quertransport, dadurch viel kürzer als die zuvor genannten. Hörte sich schonmal nicht schlecht an.

Was heißt nun Quertransport?

Einige unter euch werden es wisse und andere vielleicht erahnen. Genau, der Motorroller wird auf diesem Anhänger quer zur Fahrtrichtung transportiert. Toll und die Fahrräder? Die Homepage des Herstellers brachte Licht ins Dunkel, es gibt sogar eine Möglichkeit, entsprechende Fahrradschienen für den Transport an diesen Anhänger anzubringen. Wow, genau das was wir suchten.

Durch diesen Quertransport verringert sich die Gesamtlänge enorm, man mag es nicht glauben.

Nach einigen Telefonaten mit der Firma “SAWIKO” entschieden wir uns für das Modell “Wheely”. Dieses Modell ermöglicht den Transport von zwei Fahrrädern UND einem Motorroller. Perfekt.Quelle: Firma “SAWIKO” in Neuenkirchen-Vörden

“Warum nicht lieber einen Kofferanhänger?”, werden sich viele fragen, denn dann ist alles vor den Witterungseinflüssen geschützt. Klar, eine gute Sache. ABER, wer sich schon mal einen Kofferanhänger angesehen hat, der weiß, wie umständlich das Be-und Entladen sein kann, wenn dort zwei Fahrräder und ein Roller transportiert werden. Mal eben schnell eine Roller- oder Fahrradtour machen, geht nicht “mal schnell” erst muss entladen werden. Und die Breite des Kofferanhängers ermöglicht auch keine große Bewegungsfreiheit, nachvollziehbar, oder?

Aber bei diesem SAWIKO Anhänger, den wir im übrigen voll bezahlt haben (bevor Fragen aufkommen), geht das Be-und Enladen schnell von der Hand. Man ist in der Lage, gemütlich entweder die Fahrräder oder den Motorroller zu entladen. Ohne sich groß ärgern zu müssen. Es ist einfach Fakt.

Da wir aber nun etwas Ladekapazität freigeschauft haben, kam Silke glatt auf die Idee, “warum nicht doch eine Wäschespinne mitnehmen?” Ich musste diese Äußerung erst sacken lassen, denn ich wusste, was jetzt wieder passieren wird.

Gut, im Laderaum ist ja noch Platz, aber eine Wäschespinne konnten wir nie transportieren, denn der Laderaum war einfach zu kurz. Silke hatte keine Chance, ihr Wäschespinne zu bekommen. Puh, das war knapp.

Aber jetzt haben wir ja einen Anhänger. Da muss doch was gehen!

Und was soll ich sagen? Ja, es ging noch was. Platz war am Anhäger zwischen Alukiste an der Deichsel und der Ladefläche vorhanden. Aber wie soll ich da jetzt eine Wäschespinne anbringen? Ihr lacht euch bestimmt schlapp, oder? Kann ich verstehen.

Ich erinnerte mich, dass ich Lkws gesehen hatte, die ein langes Rohr aus Kunststoff an ihren Fahrzeugen motniert hatten, wofür auch immer. Rohr? Anhänger? Es musste mit dieser Idee eine Symbiose hergestellt werden. Könnte klappen, dachte ich mir.

Nur, ein Kunststoffrohr an diesen Anhänger? Der Wert des Anhängers würde auf Schlag dramatisch sinken und von der Optik ganz zu schweigen. Kunststoff? Nicht mit mir. Aber vielleicht gibt es ja etwas aus Alu oder Edelstahl?

Ja, ihr ahnt es wieder mal. Ja, gibt es. Aber diese Rohre sind entweder viel zu lang oder die Versandkosten sind emens hoch.

Da brachte mich Silke auf die orstansässige Firma “Feldbinder”. Diese fertig Tankfahrzeuge aus Edelstahl. Krass, schnell mal anrufen. Nach einem netten Gespräch war klar, wir brauchen ein Edelstahlrohr der Firma “Feldbinder”. Kurzum bestellt und nach zwei Wochen war es abholbereit.Dann ging es dran, dieser tolle Rohr an dem Anhänger zu befestigen. Zusammen wird das Rohr mit zwei Deckeln und nötigen Schellen samt Schrauben geliefert. Die Deckel sind abschließbar und sind schon vormontiert.

Montage

Zunächst wurde die Alukiste, welche zwischen der Deichsel montiert ist, entfernt, um besser die Halteschellen für die Rohrbefestigung montieren zu können. Zwei Löcher sind erforderlich.

Dann wurde das Rohr angeschraubt. Nachdem die Halteschellen geschlossen waren, konnte die Alukiste wieder an ihren Platz.

Danach kam der Test, ob die Wäschespinne perfekt entnommen werden kann. Und, ja, alles klappte perfekt. Eine Entnahme ist von beiden Seiten aus problemlos möglich.

Super, dass es so reibungslos funktionierte. Sollte es mal beim Wäschetrocknen regnen, kommt die Wäschespinne zum Einsatz, die dann unter der ausgefahrenen Markise schön platziert werden kann. So kann die Wäsche selbst bei Regen trocknen.

Ihr hört euch bestimmt gerade sagen: “Eine Wäschespinne braucht kein Mensch!”

DOCH, wir brauchen sie, denn wir können sie transportieren.

Fahrradtransport

Beim Zusammenstellen seines Anhängers kann man zwischen zwei Arten des Fahrradtransports wählen, entweder hinten auf einem ausziehbaren Träger oder oberhalb der Alukiste/Deichsel. Wir entschieden uns für die zweite Variante. So ist der Anhänger noch etwas kürzer und kompakter.Dazu hat dieser Anhänger eine 13 Zoll Bereifung, was wir auch richtig gut finden.

Wie es dann mit dem Motorrollertransport funktioniert und wie der Anhänger aussieht, wenn es auf Tour geht, folgt etwas später.

Schaut gerne wieder mal rein.

*enthält Werbung wegen Markennennung

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Über Travel-Cycle 269 Artikel
Wir (Silke und Michael) lieben das Reisen mit unserem Camper-Van. Dabei erleben wir oft viele tolle Momente, die wir in unserem Blog niederschreiben. Auch investieren wir viel Zeit, um nützliches von unnützem Zubehör zu trennen. Wir testen für euch. Viel Spaß auf unserem Blog.

2 Kommentare

  1. Ich habe diese Anhänger schon öfter gesehen, haben große Vorteile. Ich frage mich nur, wie “stabil” der Nachlauf ist. Je näher die Achse des Hängers nach vorne kommt, desto instabiler. Ich könnte mir also vorstellen, daß dieser Hänger eher schwänzelt als ein längerer.
    Daß ihr aber mit dem Roller am Heck keine Gewichtsprobleme hattet, wundert mich schon. Wir sind auch so schon an die Grenzen geraten, daß wir aufgelastet haben.
    Die Idee mit dem Rohr finde ich gut. So wie es aussieht, würde da noch ein Sonnenschirm reinpassen.

    • Hey Martin
      Als wir den Anhänger abgeholt haben und nach Hause gefahren sind, konnte ich keine Unruhe des leeren Anhängers feststellen. Er liegt sehr gut auf der Straße. Wie er sich voll beladen verhalten wird, werden wir sehen. Wir werden darüber berichten. Uns hat das kompakte Maß gefallen. Noch länger sollte das Gespann nicht werden. Thema Roller am Heck: wir waren immer an der Zuladungsgrenze, manchmal auch etwas drüber. Bedenke, dass der Roller vollgetankt 116 kg auf die Waage brachte. Das ist ein Leichtgewicht. Auflasten kam für uns nicht in Frage.
      LG Michael

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