Norditalien – mit dem Wohnmobil von Monterosso al Mare nach Elba

Der zweite Teil unserer Reise durch Norditalien zeigt Euch einige Orte der Cinque Terre, Pisa und die anschließende Überfahrt nach Elba

  • Monterosso al Mare
  • Vernazza
  • Pisa
  • Magazzini

Monterosso al Mare

Monterosso al Mare ist eine der 5 Perlen an der Ligurischen Küste, nördlich von La Spezia. Es sind besonders schöne kleine Küstenorte. Dieser Ort ist ca. 40 km von Portovenere entfernt. Eine ideale Entfernung für unseren Roller.

Hinweis zu den 5 Perlen der Cinque Terre:

Die Abfahrten zu diesen kleinen Orten sind immer recht eng, weshalb sich ein Roller anbietet. Vor den Orten befinden sich Schranken, die teilweise geöffnet sind, teilweise auch die Zufahrt verhindern. Monterosso und Vernazza waren geöffnet. Ab diesen Schranken ist es noch ein guter Fußmarsch. Offensichtlich will man die Fahrzeuge in der Anzahl begrenzen und reglementieren. Allerdings fährt von La Spezia eine Bahn, die an allen 5 Orten hält. Somit ist man immer gleich im Zentrum und kann sich die Strapazen der Anfahrten ersparen. Was allerdings ein Ticket kostet, entzieht sich unserer Kenntnis.

Hier seht Ihr die Sammelstelle der Motorroller, direkt am Zentrum von Monterosso.

Zu Fuß ist msan schnell im Geschehen. Allerdings wird es hier im Hochsommer proppevoll sein, weshalb sich ein Besuch im Mai/Juni ebenfalls anbietet.

Bunte Häuser sind in allen Orten Programm.

Allerdings auch hübsche enge Gassen.

Die Strände bieten oftmals nur Kiesel als Unterlage. Badeschuhe bieten sich förmlich an und sollten im Kastenwagengepäck nicht fehlen.

Vernazza

Vernazza ist der nächste Ort der 5 Perlen an der ligurischen Küste. Auch dieser Ort ist über eine steile Ab fahrt zu erreichen. Für Wohnmobile nicht zu empfehlen. Hier war ebenfalls die Schranke geöffnet und wir konnten mit unserem Roller bis ins Zentrum fahren. Die Bahn hält hier ebenfalls mitten in der Stadt. Toll lässt es sich Bummeln. Die engen Gassen sind einfach traumhaft.

Da darf auch bei der Wärme ein kühles Getränk nicht fehlen. Der Strand ist ebenfalls mit vielen Kieselsteinen durchzogen, aber die Kulisse des Ortes ist wieder einmal recht hübsch.

Wir ließen es uns nicht nehmen, wieder einmal das Stativ sprechen zu lassen. Das rechte Foto zeigt Euch eindrucksvoll, wie der Ort in der Hang gebaut wurde.

Da die Orte recht klein sind, hat man auch alles schnell gesehen und kann sich dann um die anderen Orte kümmern. Leider ging unserem Roller der Sprit aus und wir konnten keine Tankstelle finden. So blieb uns nichts anderes übrig, die drei letzen Perlen auf einen späteren Besuch zu verschieben. Garantiert kommen wir nochmal nach Norditalien.

Pisa

Nach Portovenere ging unsere Reise weiter bis nach Pisa. Den dortigen Stellplatz hatten wir noch gut in Erinnerung. Damals hatten wir leider sehr starken Regen, weshalb wir uns jetzt freuten, dass die Sonne ihr Bestes gab. Links der Stellplatz und rechts die VE Station mit Bodengully. Perfekt.

Der Roller wurde schnell von der Bühne geladen und die Innenstadt sollte geentert werden. In der Innenstadt, die sich fast ausschließlich um den Schiefen Turm befindet, wurde schnell erreicht. Wir wurden von einem dunkelhäutigen Mann angesprochen: „Best Rolex, best Rolex“. Als ich daraufhin sinngemäß sagte, „klar, Rolex“, meinte er mit einem Lächeln: „Best Copy, best Copy“. Wir mussten alle etwas schmunzeln. War lustig. Wenigstens war er ehrlich.

Der schiefe Turm durfte sogar hinaufgeklettert werden, kein Gerüst oder ähnliches versperrte die Sicht. Klasse. Was für ein Glück.
Die kleine Fußgängerzone hat leider nicht viel zu bieten, ausser hübsche bunte Häuser.

Sie sieht irgendwie trostlos aus. Vielleicht lag es auch daran, dass zu dieser Jahreszeit noch nicht so viele Touristen in die Stadt strömen. Aber die fliegenden Händler oder Souvenirbuden waren schon gut besucht.

Zwischendurch wurde noch ein Cache gesucht und auch gefunden. Die Freude war natürlich groß.

Die Bauwerke waren so faszinierend, dass ich mir sie recht lange betrachtete, was meine Silke glatt ausnutze. Meine Brille zeigt ebenfalls eines dieser Bauwerke.Logisch, dass noch ein Selfie gemacht werden musste. Am nächsten Morgen, ich muss es jetzt nicht immer erwähnen, stand die Sonne wieder in aller Pracht am Himmel, so dass wir, trotz nicht ganz so toller Umgebung, ausserhalb des Kastenwagens frühstücken konnten.Nach dem Frühstück kamen wir Elba immer näher. Ziel war Piombino, um dort mit der Fähre nach Elbe überzusetzen.

Fährüberfahrt

Die zwei bekanntesten Fähren nach Elba sind die der Reederei Moby und der Reederei Toremar. Schon als wir in den Hafen einfuhren und uns dem Ticketschalter näherten, wedelte eine Frau im Tickethäuschen mit einem großen Zettel, dass die nächste Abfahrt unmittelbar bevorstehen würde. Wir hielten an und sie rief uns entgegen: „Best price“, „best price“. Ich nicht lange überlegt und hin. Mir war bei unseren Recherchen klar, dass alle Preise unterhalb von 100€ für unsere 6,60 m Länge ganz ok sind. Wir zahlten 74,50 € und konnte mich schnell in die Wartelinien einreihen. Wir wählten für die Hintour die Fähre von Moby. Sie soll etwas komfortabeler als die von Toremar sein. Da wir auf dem Rückweg eine Fähre von Toremar nahmen, können wir diese Aussage bestätigen.

Eng war es trotzdem. Nachdem der Kastenwagen stand und gesichert war, konnten wir an Deck gehen und bei weiterhin bestem Wetter die Aussicht genießen. Da immer wieder Fragen auftauchen, ob man den Kühlschrank auf Gas weiterlaufen lassen darf, muss ich sagen, dass das jeder für sich selbst entscheiden muss. Laut Regeln der Fähren darf man es nicht. Wir stellten aber fest, dass doch viele ihre Kühlschränke laufen lassen.

Die Zeit der Überfahrt von 1 Stunde überbrückten wir mit einigen Fotos. Langeweile kam nicht auf, dazu war das Wetter einfach perfekt.Dann kam sie in Sicht, die kleine Insel Elbe.

Schon von Weitem machte sie einen hüschen Eindruck. Wir freuten uns und die Einfahrt konnte nicht erwartet werden. Das Ausschiffen dauerte auch nicht lange und so konnten wir uns auf das Erkunden der Insel einstellen.

Magazzini

Zunächst schauten wir uns den Stellplatz in Cavo (ganz im Nordosten) an. Die Fahrt dorthin ging langsam voran. Der Stellplatz (das obige Foto zeigt nicht den Stellplatz) hatte zwar Toiletten und Strom, aber der war für unser Verständnis eines einigermaßen guten Stellplatzes nicht nutzbar. Es war alles recht eng und die Örtlichkeit hinter einem Schiffsabstellplatz war mehr als übel. Man kann da zwar übernachten, aber mehr geht auch nicht. Wir fuhren wieder weg und cruisten nach Magazzini.

Hinweis: Auch von/nach Cavo fährt eine Fähre von Moby. Wer diese Strecke wählt, muss sich auf eine kurvenreiche Fahrt über enge Straßen einstellen. Es geht von dort erstmal über die Berge. Wir würden, wenn wie die Wahl hätte, dort nicht anlanden wollen. Unser Zielhafen auf Elba war Portoferraio.

In Magazzini wollten wir zunächst unser Nachtlager aufschlagen, da ein guter Platz gefunden wurde. Dieser befindet sich kurz vor dem Ort, etwas abseits der Straße.

Rückwärts mit Schwung eingeparkt und einem Besuch des Ortes stand nichts im Weg. AQus der Ferne sah es schon mal toll aus..

Als wir dann an Schankwirtschaften vorbeikamen, mussten wir uns erst ein kühles Getränk einverleiben. Es war einfach zu heiss. Nachdem wir uns von innen etwas abgekühlt hatten, konnte die Erkundung losgehen. Offensichtlich hat es hier schon seit Langem nicht mehr geregnet, da das Flußbett durch den Ort nicht nur ausgetrocknet ist, sondern auch als Straße genutzt wird.

Der Strandabschnitt gestaltete sich doch eher nicht so schön, da er überwiegend aus kleinen Kieselsteinen bestand. Aber völlig ausreichend, um mit den Füßen eine Temperaturprüfung durchzuführen. Was will uns das nachfolgende Foto sagen?

  1. Alles meins?
  2. 30 Grad, Wind, die Frisur sitzt?
  3. pure Lebensfreude?

Optisch allerdings sind die kleinen Kürstenorte immer wieder ein Leckerbissen.

Am Ortsrand konnten wir noch einen „Lost Place“ bestaunen. Dieses wurde einfach stehen gelassen und die Natur darf sich ihr Land zurückerobern. Wozu das wohl nütze war?

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Mit dem Wohnmobil durch Norditalien – rund um Elba
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Über Travel-Cycle 226 Artikel
Silke und Michael genießen die Zeit, die sie mit ihrem Kastenwagen unterwegs sind. Ihre Freude ist immer riesig, wenn es wieder heißt: "Es kann losgehen!" Die Erlebnisse zeigen sie in diesem Reiseblog. Viel Spaß beim Schmökern

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