Chaos in Neapel/Kampanien

Foto: Silke

Last Updated on 17. September 2021 by Travel-Cycle

Wir reisten entlang der Küste bis in die Nähe von Neapel. Letztlich fanden wir einen Stellplatz in Castagnaro, unweit von Neapels Zentrum.

Castagnaro

Der Stellplatz ist erreichbar über enge Straßen. Zuerst denkt man, man fährt irgendwo auf einen Hinterhof. Aber der Platz ist ganz ok. Aber diese Mücken, in Italien heißen sie Zanzara, nerven doch etwas. Autan ist auch hier unser bester Freund.

Nachdem wir unser Lager aufgeschlagen haben, setzte ich mich an den Computer und fing an zu Schreiben.

Wir überlegten, wie wir unseren nächsten Tag gestalten können. Wir entschieden uns, zunächst die Altstadt von Neapel aufzusuchen.

Und so kam es dann auch. Wir machten am nächsten morgen den Motorroller klar und fuhren mit Unterstützung unseres Bordnavigationsgerätes ins Zentrum.

Der Vesuv kam uns vor die Linse, ein feiner Kegel, den wir ursprünglich befahren wollten. Ließen es aber dann doch.

Foto: Silke

Schon die Anfahrt ins Zentrum gestaltete sich wie in einem schlechten Film. Überall Motorroller, so weit das Auge reicht. Sie überholen rechts, überholen links, hupen wie die Großen und schlängeln sich bei roten Ampeln bis ganz nach vorne, um bei Grün stark zu beschleunigen. Auch die Autofahren kennen die Regeln im Kreisel nicht. Sie fahren einfach rein. Wenn es sich staut, wird gedrängelt und gehupt. Ein völliges Chaos.

Und jetzt kommen wir mit unserem Roller noch dazu. Am Anfang hielt ich mich noch zurück, aber mit fortgeschrittener Zeit ertappte ich mich dabei, dass ich ähnlich fuhr. Ihr glaubt es nicht, aber es geht. Gut sogar. Trotzdem muss man seine Augen überall haben. An den Ampeln, in den Rückspiegeln, rechts wie links, einfach überall. Es ist auf Dauer einfach zu anstrengend.

Aber wir wollten es ja so. Einen Parkplatz zu bekommen, selbst mit einem kleinen Motorroller, gestaltete sich sehr schwierig. Überall parkten sie schon, wir fanden einfach keine Lücke. Das hätten wir so nicht erwartet. Gefühlt gibt es weit aus mehr Motorroller als andere Fahrzeuge.

Kurz bevor ich die Nerven verlor, stellte ich unser Zweirad einfach am Fahrbahnrand ab. Aber nicht, wo dieser blau markiert ist, denn da muss gezahlt werden.

Auf der gegenüberliegenden Seite standen die Carabinieri und schauten gelangweilt in meine Richtung. Darf ich? Soll ich? Darf ich nicht? Wir machten es einfach und es ging gut.

 

Von hier aus gingen wir über einen großen Platz in Richtung Hafen. Wir wollten eine leckere Pizza to go für den kleinen Hunger verspeisen.

Pizze to Go gibt es fast an jeder Ecke, für schmales Geld eine feine Köstlichkeit. Angeblich haben die Neapolitaner die Pizza erfunden.

Dann kam auch der Zeitpunkt, da entdeckten wir das Getümmel. Was auf den Straßen abging, ging auch in den Gassen ab. Viel zu viele Leute. Maske auf, Maske ab, ein echtes Theater.

Herrliche Bögen liefen uns immer wieder vors Auge. Da konnte Silke nicht aufhören, sie musste einfach fotografieren.

Foto: Silke

Enge Gassen gab es einfach reichlich.

Nachdem wir genug gesehen haben, kämpften wir uns wieder zurück zum Stellplatz. Ich brauchte erstmal ein Beruhigungsbier. Hammer, was für ein Chaos.

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Wir (Silke und Michael) lieben das Reisen mit unserem Camper-Van. Dabei erleben wir oft viele tolle Momente, die wir in unserem Blog niederschreiben. Auch investieren wir viel Zeit, um nützliches von unnützem Zubehör zu trennen. Wir testen für euch. Viel Spaß auf unserem Blog.

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