„Corona-Tour“ #2 – unterwegs im Wohnmobil

Nach Delmenhorst fuhren wir weiter Richtung Süden, in der Hoffnung, in Nordrhein-Westfalen einfahren zu dürfen. In Wildeshausen konnten wir netterweise gegen eine Spende das Fahrzeug ver- und entsorgen.
Wir kamen am Dümmer See vorbei, stellten aber fest, dass die ganzen Parkplätze entweder besetzt oder zu kurz für unseren Camper waren.

Damme

Deshalb rollten wir weiter bis Damme und fanden dort einen großen Parkplatz vor, der uns gut genug für eine Übernachtung schien.
Hier wollten wir für eine Nacht stehen bleiben, bevor es morgen weitergeht.

Aber einige Quadfahrer machten uns einen Strich durch die Rechnung. Ihr seht den Schotter? Der richtige Spielplatz für Quadfahrer.

Alfsee

So mussten wir notgedrungen das „Spielfeld“ räumen und fuhren zum Alfsee. Der große Parkplatz am See war relativ leer, nur einige Spaziergänger parkten dort ihren Pkw.

Da die Parkflächen etwas zu kurz für unseren Camper waren, stellten wir uns etwas abseits an den Rand. Die Temperaturen stiegen, sodass wir die Dachluken öffneten. Mit zunehmender Dämmerung kam ein riesiges Flottenkommando für unindentifizierbaren Flugobjekten von schwarzer Farbe. Sie kreisten in einer riesigen Wolke über unserem Camper. Klar, dass die Dachluken umgehend geschlossen wurden.

Der Alfsee gefiel uns garnicht gut. Zunächst wollten wir ihn ja mit dem Fahrrad umrunden, aber als wir ihn sahen, nahmen wir von diesem Gedanken Abschied. Der See sah aus wie ein riesiges Regenwasserauffangbecken oder wie ein Stausee. In unseren Augen geht schön anders. So beschlossen wir, am nächsten Tag weiterzufahren.

Nachfolgend ein kurzes Video.

Bad Iburg

Und zwar ging unsere „Corona Tour“ bis nach Bad Iburg mit dem großen Schloß. Am Fusse des kleinen Schlosshügels entdeckten wir einen Parkplatz, der uns für eine Übernachtung geeignet schien.

Als der Camper stand, gingen wir zum nahen Schloß auf den Schloßhügel. Schnell waren wir oben und konnten unsere Blicke schweifen lassen.

In unmittelbarer Nähe zum Schloß befindet sich der Charlottensee und natürlich mussten wir einmal drumherum. Dieses Minigewässer „See“ zu nennen, schien uns etwas übertrieben. „Teich“ hätte es besser getroffen. Aber schön angelegt war es dort dann doch.

Der lange Fußmarsch machte hungrig und so kam unser Campergrill zum Einsatz. Mit leerem Magen schreiben geht dann doch nicht so gut. Die Solartasche wurde noch zur Sonne ausgerichtet und die Batterie konnte geladen werden.

Leckeres Essen war schnell zubereitet dank unseres aussenliegenden Gasanschlusses.
Die Nacht war durchwachsen, immer wieder hörte man den Fahrzeugverkehr der nahen Straße. Auf dem Weg nach Warendorf stoppten wir noch an einem Supermarkt. Nachfolgend ein kurzes Video auch zum Status der Bordbatterie.

Unterwegs nach Warendorf.

Warendorf

Ca 30 km von Bad Iburg entfernt liegt Warendorf, immer noch Richtung Süden. Dort fanden wir schnell einen Stellplatz mit VE Station und Stromsäulen. Wir aber nutzen ausschließlich Bord- und Solarstrom. Der Platz war stark frequentiert und wir bekamen den letzten Platz. Über zwei Brücken gelangt man ins Zentrum, zu Fuß vielleicht eine viertel Stunde. Der Weg führt an der Ems entlang.

Warendorf hat schöne Fußgängerzonen und einen großen Marktplatz mit Maibaum. Ein recht großer schöner Markt war ebenfalls im Zentrum anzutreffen.

Was uns in der Fußgängerzone mehrmals auffiel, waren Lichtzeichenanlagen, die den Kundenstrom der einzelnen Geschäfte deutlich anzeigt. Eine gute Idee.
Da Warendorf im Zeichen des Pferdes steht, gibt es dort natürlich auch eine Köstlichkeit, die sogenannten „Pferdeäpfel“. Ganz lecker erinnern sie etwas an eine Mischung aus Rumkugel und Praline. Unbedingt mal probieren.

Am nächsten Tag, nach einer relativ ruhigen Nacht fuhren wir weiter Richtung Süden bis nach Bad Sassendorf.

Bad Sassendorf

Da unsere Wäsche langsam den Frischegrad verlassen hatten und mein Bart ebenfalls anfing, wild zu wuchern, musste Abhilfe geschaffen werden. So fuhren wir auf einen Camping-/Stellplatz und konnte dort die Wäsche waschen und den Bart kürzen.

Wir bekamen fast den letzten Platz, richtig voll war es. Aber da wo wir standen, hatten wir zwar keinen Landstrom (aber brauchen wir auch nicht), aber dafür relativ viel Ruhe. Der Grill musste auch noch dran glauben…..bei dem Wetter ein Muß.

Naja, es war so eine Sache mit dem Bart. Aber seht selbst.

Bart rasieren geht auf diese Art und Weise nicht so gut, alles spiegelt. Also kam Plan B zum Tragen, rein ins Waschhaus und dort rasiert. Auf diesem Platz war es anders, als man es gewohnt ist. Es hat einen Campingplatzcharakter und doch einen Stellplatzflair. Sanitäre Anlagen, Duschen, Toiletten, alles wird separat bezahlt. Gut für Diejenigen, die im Fahrzeug duschen und die Toilette benutzen. So kann man etwas Geld sparen. Die VE Station war kostenlos.

Am nächsten Tag, es war wieder richtig warm, fuhren wir mit den Rädern ca. 8 km bis nach Soest. Dort gibt es eine schöne Altstadt zu bewundern. Lange Fußgängerzonen laden zum Bummeln ein. Auch die Radwege bis nach Soest waren durchweg von guter Qualität.

Ein leckeres Eis durfte nicht fehlen. Auf dem Rückweg zum Platz fuhren wir nochmal durch das Zentrum von Bad Sassendorf.

So war der „Vatertag“ auch schnell vorbei. Nach einer ruhigen Nacht fuhren wir weiter.

Oberrosphe bei Wetter

In diesem kleinen Ort fanden wir einen schönen Stellplatz. Er war neu angelegt worden und verfügt über Stromsäulen und Wasserentnahmemöglichkeiten. Dazu befinden sich Toiletten am Platz.

Man konnte sogar noch etwas draußen sitzen und die Wärme und Sonne genießen. Dieser Platz war für uns ein reiner Übernachtungsplatz. Vorher fuhren wir einige Plätze an, die uns letztlich nicht zusagten.

Auf der Fahrt nach Marburg fuhren wir euch das Rothaargebirge. Tolle Aussichten sind garantiert.

Marburg

In Marburg wurden wir zunächst vom Navigationsgerät in die Irre geleitet. Die Straße wurde immer enger und ich bekam schon bedenken, ob ich da wieder rauskommen werde. Aber es ging. Am Ende fanden wir den Stellplatz, bei dem 12€ in bar im Automaten verschwanden und uns das Verweilen auf diesem Platz  somit gestatteten.
Nachmittags ging es dann in die nahe Innenstadt von Marburg mit seinem mächtigen Schloß, welches Hochofen über der Stadt thront. Natürlich sind viele, viele Treppenstufen zu bewältigen, nichts für Anfänger. Die Innenstadt selbst präsentiert sich mit ihren tollen Fachwerkhäusern von ihrer besten Seite.

Nach Besichtigung er Innenstadt ging es hoch hinauf.

Eine imposante Burg, mehr fällt mir dazu nicht ein.

Silke warf einen Blick über die Dächer der Stadt Marburg.
Marburg hat uns sehr gut gefallen, trotzdem ging es am nächsten Tag weiter gen Süden. Unser Zwischenziel ist Heusenstamm, wo wir neue Lammfellbezüge für unseren Camper erhalten. Der Termin ist morgen.
Unsere Fahrt führte uns weiter Richtung Süden, als plötzlich der Hunger zuschlug. Und so wollten wir an einem kleinen See eine Mittagspause einlegen. Der Platz führt über eine enge Straße zu dem verschwiegenen Plätzchen. Dort machten wir die ersehnte Pause.Nachdem wir gestärkt waren und unseren leckeren Kaffee verzehrt hatten, fuhren wir schließlich weiter.

Echzell

Echzell hat einen kleinen feinen Stellplatz mit einer VE Station und Rasengittersteinen. Die Plätze waren großzügig dimensioniert und die nacht war sehr ruhig.

Das Wetter war durchwachsen und Outdoor Aktivitäten fanden nicht statt. Am nächsten Tag sollte die Fahrt schon weitergehen, und zwar nach Hanau.

Nachfolgend ein Video über Batteriestatus und Wetter.

Hanau

In Hanau war es sehr schwierig, einen Platz zu finden, trotzdem konnten wir ein Plätzchen finden, um ein feines Steak in die Pfanne zu schlagen und die Mittagspause dort zu verbringen. Der Parkplatz war zwar relativ leer, aber um unseren Camper zu verlassen, dafür war es doch etwas ungemütlich.

Nachdem wir uns gestärkt hatten, fuhren wir weiter, obwohl wir uns zunächst Hanau ansehen wollten. Aber nach der Sightseeingtour einen leeren Camper vorzufinden, dafür war es uns nicht wichtig genug. Wir setzten unsere Fahrt fort und landeten im Wald. Und das meine ich wörtlich, mittendrin wollten wir unser Lager aufschlagen, entschieden uns dann doch anders.

Da wir am Dienstag neue Lammfellbezüge für unseren Camper bekommen, entschlossen wir uns, doch bis nach Heusenstamm zu fahren, weit war es ja nicht mehr.

Heusenstamm

In Heusenstamm fanden wir schnell einen geeigneten Parkplatz für die Nacht.

Der Weg in die Innenstadt ist recht kurz. Viele Restaurants waren in der Hauptstraße anzutreffen, man hat die Qual der Wahl. Ein großes Schloß kann besichtigt werden, wir nahmen davon aber Abstand.Auf dem Parkplatz stellten wir abermals unsere Solartasche vor die Tür, denn die herrschende Sonne am Nachmittag versprach einen hohen Stromertrag.

Am nächsten Tag bekam unser Camper in Heusenstamm neue Lammfellbezüge. Die Qualität hat uns einfach überzeugt, nachdem wir lange im Internet recherchiert hatten. Nachfolgend zwei Fotos, einmal vorher, einmal nachher.

 

Die Montage dauert ca. 4 Stunden. Diese Zeitspanne vertreibt man sich mit einer Schloßbesichtigung oder man schlemmt in einem der vielen Restaurants. Anschließend ruht man sich noch etwas aus.

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Hier geht es zum dritten Teil unserer Corona Tour [weiterlesen…]

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Silke und Michael genießen die Zeit, die sie mit ihrem Kastenwagen unterwegs sind. Ihre Freude ist immer riesig, wenn es wieder heißt: "Es kann losgehen!" Die Erlebnisse zeigen sie in diesem Reiseblog. Viel Spaß beim Schmökern

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