Wintervorbereitungen – unsere Erfahrungen

Der Winter steht vor der Tür und man macht sich Gedanken, was man mit seinem Wohnmobil machen kann, wenn man es nicht bewegt. Bei uns steht das Wohnmobil über die Woche auf unserem Grundstück und am Wochenende wird es regelmäßig benutzt. Es gibt viele Vorgehensweisen und jeder macht es anders, es gibt somit kein Rezept, wie man vorgehen sollte. Wie wir die Sache angehen, möchten wir hier an dieser Stelle berichten.

Wer nichts macht, dem kann es passieren, dass das Wohnmobil bei starkem Frost einfriert. Es ist nicht weiter schlimm, wenn alle Leitungen, der Frischwassertank und der Warmwasserboiler vom Wasser befreit sind. Beim Boiler ist alles kein Problem, dort schaltet das Frostventil bei unter 5 Grad Temperatur automatisch auf Durchlass und das Wasser läuft heraus. Auch beim Frischwassertank ist es nicht weiter problematisch. Es gibt am Boden des Tanks ein Ablassventil. Man greift durch die große Öffnung oben am Frischwassertank hindurch und öffnet das Ventil. Aber was kann man bei den Wasserleitungen machen? Nun, einige berichten darüber, dass man sie durchblasen kann. Ab jetzt wird es etwas schwieriger. Hmm, jedesmal durchblasen am Ende des Wochenendes?

Wir gehen ganz anders vor und das schon seit vielen Jahren. Wir sagten ja schon, dass wir in der Regel jedes Wochenende unterwegs sind. Für uns stellte sich nur die Frage, was wir über die Woche mit unserem Wohnmobil machen sollen, damit kein Wasserschaden eintreten kann. Wir verfügen über einen Landstromanschluß und es kam die Idee auf, warum nicht einen Heizlüfter in der kalten Jahreszeit benutzen?

Heizlüfter im Wohnmobil?

Es wird berichtet, dass Heizlüfter im Wohnmobil keine gute Wahl wären, da man sie nicht ständig im Auge hat, um bei Gefahr eingreifen zu können, schließlich werden diese Lüfter sehr warm bis heiss und es kann zu einem Brand kommen.

Wir recherchierten deshalb im Internet nach verschiedenen Heizlüftern, die im Wohnmobil geeignet sind, auch wenn man nicht im Fahrzeug verweilt und wurden am Ende fündig.

Wir kauften uns einen Ecomat 2000. Dieser kann durchgehend im Wohnmobil betrieben werden. Es kann auch nichts passieren, da es ein Keramiklüfter ist, der NICHT heiß wird. Selbst wenn er einmal umfallen sollte, wird nichts passieren. Aber warum sollte er auch umfallen? Auf den nachfolgenden Fotos seht ihr dieses Gerät, welches in drei Variationen angeboten wird. Wir entschieden uns für den Ecomat 2000 Classic Plus.

Warum dieses Gerät?

Dieses Gerät wird damit beworben, sehr leise zu sein, was auch den Einsatz auf einem Stell- oder Campingplatz zulassen würde, schließlich möchte man auch schlafen. Dann überzeugte uns, dass dieses Gerät nicht heiß wird und für einen Dauereinsatz geeignet ist. Weiterhin gefiel uns die Kompaktheit. Die Maße belaufen sich auf 180 x 145 x 140 mm.

 

Wir schauen nun auf das obige  Foto. Dort erkennen wir links einen Drehschalter, dieser ist das elektronische Thermostat. Rechts daneben ein Kippschalter, bei dem man drei Leitungsstufen (450 Watt/750 Watt und 1800 Watt) wählen kann. Diese sind mit 2, 4 und 10 Amp. abgesichert.

Der mittlere Kippschalter hat die „Plus Funktion“ für dynamische Wärme. Entweder wählt man schnelle Wärme oder leise Ventilation. Der rote Schalter ist zum Ein-und Ausschalten des Gerätes.

Wir verwenden diesen Heizlüfter immer im Winter, wenn das Fahrzeug nicht benutzt wird. Das „Ausblasen“ der Wasserleitungen bleibt uns somit erspart. Den Frischwassertank entleeren wir nicht, da dieser zum folgenden Wochenende wieder aufgefüllt wird. Und wie schon erwähnt, der Boiler entleert sich sowieso bei Temperaturen unter 5 Grad. Die Wasserhähne und Türen lassen wir geöffnet, damit die warme Luft zirkulieren kann.

Wir haben das Gerät schon einige Jahre im Einsatz und sehr zufrieden damit. Wir können es uneingeschränkt empfehlen.

Hinweis hinsichtlich LiFePo4 Bordbatterie

Wer eine LiFePo4 Bordbatterie eingebaut hat, hat Probleme beim Laden unterhalb von 0 Grad. Deshalb empfiehlt es sich, zu Hause bei längerer Standzeit bei Minusgraden das Ladegerät vom Netz zu nehmen. So kann man trotzdem noch die 230 Volt Steckdosen nutzen und daran seinen Lüfter betreiben. Wenn ihr dann wieder auf Tour wollt, vergesst nicht, das Ladegerät wieder einzustecken. Es wird bei Fahrt zwar nicht benötigt, aber wenn ihr dann am Ziel an Landstrom wollt, kann es wieder problemlos laden, weil euer Fahrzeug dann sicherlich schön warm ist.

Hinweis: Über nachfolgende Links werdet ihr nach Amazon weitergeleitet und könnt euch dieses Gerät bestellen. Wir erhalten dadurch eine kleine Provision zur Erhaltung dieses Blogs. Für euch ändert sich nichts am Preis.

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Silke und Michael genießen die Zeit, die sie mit ihrem Kastenwagen unterwegs sind. Ihre Freude ist immer riesig, wenn es wieder heißt: "Es kann losgehen!" Die Erlebnisse zeigen sie in diesem Reiseblog. Viel Spaß beim Schmökern

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