Irland – mit dem Wohnmobil rund um die Insel

Zunächst kauften wir uns eine Lektüre, um uns etwas auf Irland  vorbereiten zu können. Wenn man in völliges Neuland aufbrechen will, sollte man schon einen kleinen Faden haben, an dem man sich etwas orientieren kann. Das Buch trägt den Titel:

„Mit dem Wohnmobil nach Irland!“

Die ersten Seiten haben wir schon in uns aufgesaugt, interessant. In Irland, so meint das Buch, gibt es eine Vielzahl von Parkplätzen, die man zwecks Übernachtung anfahren kann. Dazu werden sogar die GPS Koordinaten gezeigt. Das erleichtert die Anfahrt, denn ein Navi hat wohl jeder Reisemobilist an Bord.

Anreise:

Fähre Calais – Dover
Fähre von Pembroke – Rosslare

Wissenswertes

Die Fähren wurden jetzt über www.Gaeltacht.de gebucht. Frühbucherrabatt von 10 % gibt es bis zum 17.02.2016. Dieser Rabatt wird nur für die Passagen Calais-Dover und Pembroke-Rosslare und retoure gewährt. Gesamtpreis 457 €.

H i n w e i s:  —————— W i c h t i g ! —— W i c h t i g ! —— W i c h t i g !

Wer auf der Anreise auch noch kurz einen Abstecher nach London machen möchte, muss beachten, dass dort finanzielle Abgaben zu entrichten sind, wenn Euer Fahrzeug nicht zu den befreiten gezählt wird. Um es etwas zu verdeutlichen, habe ich folgendes beim ADAC gefunden.

Low Emission Zone London.

Infos/Registrierung: Klickt hier!

Was muss man gegessen oder getrunken haben?

— Gubeen Cheese, eine Käseköstlichkeit, natur oder geräuchert
— das typische Frühstück mit Bacon und red Beans
— irisch Stew
— Sheppards Pie
— Fishpie
— Fish and chips
— Guinnesbier

Promillegrenzen Großbritannien

Großbritannien (ohne Schottland) = 0,8
Irland/Schottland = 0,5

Anreise

21.08.2016

Heute haben wir überraschenden Weise festgestellt, dass man sich mindestens 10 Tage vor der Einfahrt in die LEZ (Low Emission Zone) von London registrieren muss. Unser Kasten mit seinen gesamt 3,5 to und grüner Umweltplakette ist allerdings kostenfrei. Trotzdem ist eine Registrierung erforderlich. Deshalb haben wir uns heute für einen Besuch von London registriert. Es sind zwar nur noch 7 Tage bis London, aber da unser Mobil kostenlos ist, werden vermutlich keine Kosten auf uns zukommen. Im Internet habe ich recherchiert und in Erfahrung bringen können, dass auch eine nachträgliche Registrierung funktionieren würde. Das Risiko gehen wir jetzt ein.

Hier seht Ihr ein Bild mit dem Routenverlauf. Anreise: Start-km: 90408 km

Die Anreise gestaltete sich recht problemlos. Wir fuhren am Freitag, den 26.08.2016, am späten Nachmittag los. So hatten wir genug Zeit, um die Fähre von Calais nach Dover (Abfahrt am 28.08.2016) zu erreichen. Zunächst hatten wir wegen der ganzen Flüchlingsproblematik einige Bedenken, auf dem SP in Calais zu übernachten. Doch unsere Bedenken waren völlig unbegründet. Wir hatten eine ruhige Nacht und freuten uns auf die Überfahrt nach Dover. Wir planten, auf einem CP in der Nähe zu London zwei Nächte zu verbringen, um uns London anzuschauen.
Am 31.08.2016, um 02:45 Uhr fuhr dann unsere Fähre von Pembroke (Wales) nach Rosslare (Irland).

Die Überfahrt war wirklich anstrengend. Die nächtliche Zeit tat ihr Übriges. Mehr schlafend als sitzend fuhren wir auf die Insel und kamen gegen 06:20 Uhr dort an. Völlig ausgelaugt fuhren wir von Rosslare in Richtung Süden. Der Urlaub begann!!!

Jetzt geht’s los

Wir folgten nach dieser anstrengenden Nacht zunächst der N 25 bis nach New Ross (Richtung Süden) und legten eine kurze Frühstückspause auf einem kleinen Parkplatz ein. img_2111aKurz bevor man nach New Ross fahren kann, ist eine Maut an einer Brücke fällig (1,90 €).

Mittwoch, 31.08.2016

Nachdem wir etwas durch New Ross geschlendert sind, fuhren wir weiter in Richtung Cobh und stoppten dann in Middleton, kurz vor Cork. Dort füllten wir unsere Reserven auf. Anschließend fuhren wir bis nach Cobh, an den dortigen Hafen.

Cobh

Hier fanden wir einen tollen Stellplatz mit Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten. Kein Strom.img_1790Dieser SP bietet Platz für 30 Mobile, aber in der Länge auf ca. 7 m begrenzt.
Koordinaten: 51.847107, 8.307240.
Am späten Nachmittag waren wir auf den kleinen Ort Cobh gespannt. Schon lange freuten wir uns auf das erste Guinnes. Es dauerte nicht lange und ein kleiner netter Pub wurde geentert. (Koordinaten: 51.849926, 8.295503). Dort stand es dann und wollte verzerrt werden.

Es gab sogar Live Musik und die Iren singen lautstark mit.Allein schon der Anblick eines Pubs ließ gute Stimmung aufkommen.img_1794Urig, oder? Nach zwei leckere Guinnes machten wir uns auf den Rückweg zu unserem Kasten. Es folgte eine ruhige Nacht.

Cork

15,3 Grad, leicht bewölkt um 09:10 Uhr.
Heute stand der Besuch von Cork auf dem Plan. Knapp über 25 km fuhren wir ziemlichen Wind mit dem Motorroller bis in die Innenstadt.img_2119a Beim Reinfahren denkt man „Oh Gott, toll siehts nicht aus“. Aber später, wenn man die Fußgängerzonen gefunden hat, ist es doch recht nett.

Gegen Mittag erreichten die Temperaturen 18 Grad. Der Himmel zog sich zu aber es blieb trocken. Von einer der Fußgängerzonen geht eine kleine Gasse zum „English Market„, das Schlaraffenland für die Grillfreunde unter uns.

Hier gibt es alles, über Fleisch, Gemüse, Fisch, Brot und Obst bis hin zu Meeresfrüchten. Und das Beste daran waren die günstigen Preise. Schade, dass das Gefrierfach unseres Kasten ZU klein ist. Darüber hinaus auch warem Gerichte. Dieser Markt ist ein MUSS für Corkbesucher. Wir probierten den berühmten irischen Käse „Gubeen Cheese“. Den gibt es geräuchert und natur. Beides richtig lecker. Natürlich kauften wir gleich von beiden ein Stück. Und selbstredend auch einige Steaks.

Nachfolgend einige atemberaubende Bauten der Stadt Cork.

Hier seht Ihr noch zwei Fotos aus der Stadt.

Oftmals spielen die Iren einfach auf offener Straße. img_2125aNach einiger Zeit überkam uns der Durst und ein kleines zartes Guinnes stand bereit.img_1805aAuf dem Weg zum Pub, wir gingen am Wasser entlang, schaute uns plötzlich und unerwartet ein Seehund an. Sein Kopf mit den großen Kulleraugen schaute aus dem Wasser. Normalerweise ziehe ich meine Kamera schneller als Lucky Luke, aber diesmal war ich zu langsam. Schade.

Gegen 16:00 Uhr fing es dann leicht an zu regnen. Zum Glück waren wir schon mit dem Motorroller zurück am Kasten. img_2126aAber nicht ohne einen Cache mitzunehmen. Gesucht und schnell gefunden. Dann gab es noch lecker Essen. img_2080a

Kinsale

08:40 Uhr, 14,4 Grad, bewölkt. Gegen 10:56 Uhr lagen schon 18 Grad am Tacho. Wir fahren über die R600 nach Kinsale. Kurz vor Kinsale bewegten wir uns endlich auf dem „Wild Atlantik Way“. img_2070aDas Zeichen dafür ist die weiße ZickZackwelle auf blauem Grund. Dieses Schild hat einen Zusatz, entweder ein „N“ oder ein „S“. So weiß man immer, in welche Richtung man fahren muss.

In Kinsale angekommen, suchten wir uns einen Parkplatz, um die Stadt zu besichtigen. Der Platz, den wir fanden, kostet 3€/2 Std.
Koordinaten: 51.705658, 8.518789img_2079aDie Stadt ist es wert, besichtigt zu werden. Der große Hunger wurde dort ebenfalls bedient. Aber was machte ich da bloß? Ich bestellte mir in einer Bude „Chips with Cheese and Curry“. Kostete nur 3 € aber letztlich bekamm ich eine Pampe aus Pommes, überzogen mit geraspeltem Käse und einer Currysauce. Schmeckte aber und der Hunger war gestillt.img_2074a

Die Stadt wurde durchkämmt. Bunte Häuser überall. Sie sahen toll aus.

Auch einen kleinen Hafen hatte die Stadt zu bieten.

Nach der Stadtbesichtigung fuhren wir weiter Richtung Baltimore.

Baltimore

An tollen Landschaften fuhren wir vorbei. Immer wieder mussten wir anhalten, die Natur genießen und ein Foto schießen.

Baltimore befindet sich im Südwesten von Irland. Hier stellten wir dann fest, dass Straßen mit 3 Zahlen, z.B. N254, schon recht eng sind. Mit 2 Zahlen ist das Fahren angenehmer. In Straßen mit 4 Zahlen sollte man sich nur wagen, wenn man übermütig geworden ist. Begegnungsverkehr ist dort nicht oder nur schwer möglich. Anhalten und ganz an die Seite fahren ist notwendig, will man am Fahrzeug keinen Schaden erleiden. Spiegelanklappen erforderlich. Mit großen Mobilen würde ich mich nicht in Straßen mit 3 Zahlen wagen.

Gegen 16:00 Uhr bei strahlender Sonne, kamen wir in Baltimore an. Die Zufahrt war sehr eng. Für große Mobile nicht zu empfehlen. Die Stadt ist allerdings kein MUST HAVE. Allerdings kann man dort gut Fisch und Meeresfrüchte essen.

Ein kleiner Magnetcache konnte sich dort allerdings nicht lange verstecken. Er wurde unter einer Bank schnell gefunden. Ein ruhiger Parkplatz diente zur Übernachtung.

Abends gab es dann ein Menü in unserem Kasten, ein gutes Steak mit Coleslaw.

Kenmare

08:05 Uhr, 16 Grad, bewölkt, düster. In der Nacht hat es geregnet. Wir fuhren heute weiter in Richtung Kenmare auf der N71. Weiter ging es auf dem „Ring of Beara“.

Gegen 12:00 Uhr fuhren wir durch die Berge auf der R 572 und Nebel zog auf.

Unser Abwasser und unsere Toilette konnten wir an einem öffentlichen WC entsorgen.img_2042a

Castle Ross

Am Nachmittag erreichten wir einen Parkplatz in der Nähe zum „Ross Castle“.

Der Parkplatz ist kostenlos. Aber sicherlich in der Hochsaison gut gefüllt. 4 weitere Mobile fanden hier ebenfalls Platz. Ein Spanier, ein Italiener, ein Deutscher und ein Ire.

Koordinaten: 51.705658, 8.518789

img_2035a

Die Stadt Killarney ist ganz nett aber auch dort herrscht in der Hochsaison sicherlich viel Trubel. Nachfolgend noch einige Landschaftsfotos, die wir auf der Fahrt zum Castle Ross machten. Man muss über einen kleinen Bergkamm fahren. Wenn man drüber ist, sieht es so aus.

Ring of Kerry

08:45 Uhr, 15 Grad, Hochnebel, trocken.
Von Castle Ross fuhren wir wieder über den Hügel Richtung Kenmare und gingen gemütlich durch die Stadt.

Man kann gut erkennen, wie schmal die Straßen sind. Immer wieder kamen uns Busse entgegen und sorgten für noch mehr Enge. Anhalten war stets angezeigt, wollte man Schäden verhindern. Gegen Mittag erreichte das Thermometer 20 Grad, kurze Hose war angesagt.
Nach der Besichtigung von Kenmare fuhren wir weiter. Der „Ring of Kerry“ kam immer näher. Immer wieder fanden wir verschwiegene Bademöglichkeiten.

Am „Ring of Kerry“ gibt es ebenfalls schicke Strände und Campingplätze. Zum Beispiel den Platz „Wave Crest„.

Hier noch ein schöner Strand, ganz in der Nähe von diesem CP.img_2027aKoordinaten: CP Wave Crest: 51.758648, 10.090721
Der Strand in der Nähe mit diesen Koordinaten: 51.760643, 10.079418

Campingplatz „Mannix Point“

Wir fuhren aber weiter am Ring of Kerry entlang. Nun galt es, den Müll loszuwerden, er stapelte sich bereits. In Irland gibt es meistens nur kleine Mülleimer mit kreisrundem Einwurfloch, nichts für gefüllte Mülltüten. Unser Frischwasser ging auch langsam zur Neige. Ein Hahn muss her, dachte ich immer wieder und ließ meine Augen durch die Gegend schweifen, aber vergeblich. Wir fuhren letztlich auf den Campingplatz „Mannix Point“, der am „Ring of Kerry“ gelegen ist. Naja, 3 Sterne hatte er zu bieten.

img_1814aKoordinaten „Mannix Point“: 51.942940, 10.243959

Der Weg in die kleine Stadt war nicht ganz soooo weit.

08:17 Uhr, 16,7 Grad, feinster Nieselregen.

Die Nacht war sehr stürmisch, der Kasten wackelte und schaukelte vor sich hin, man denkt, man befindet sich auf einer Fähre. Gegen 14:48 Uhr beabsichtigten wir zwecks Abkürzung die Fähre „Kilrush Ferry“ zu benutzen. Sie kostet für die einfache Fahrt 20 Euro. So spart man einiges an km, die nötig wären, wenn man das Gewässer umrunden würde. So konnten wir an der Küste bleiben und etwas entspannen.

Vorsicht bei langen Hecküberhängen. Fahrt langsam!! Die Überfahrt dauert nicht so lange. Fast kann man im Fahrzeug sitzen bleiben. Kurz zuvor besorgten wir uns noch einen leckeren Applepie. Der war allerdings so reichhaltig, dass wir für den nächten Tag noch etwas übrig hatten. Äußerst schmackhaft. img_2018aGegen 17:05 Uhr warf ich noch mal einen Blick auf das Thermometer. Es zeigte 21,1 Grad, es war richtig angenehm.

Miltown Malbay

Unser Nachtlager schlugen wir in Miltown Malbay am „White Strand“ auf. War natürlich nichts los. In kurzer Entfernung standen noch zwei Wohnmobile über Nacht.

Koordinaten: 52.868587, 9.427124

Der Strand an sich war teils steinig, teils sandig. Ganz ok, aber das Wasser war kalt.Schnell noch ein kleines Selvie und ein lustiger Spieleabend stand an. img_1816aIm Kasten machten wir uns mit verschiedenen Sprüchen Mut für die Nacht. Es rauschte das Wasser und es war finster.

Hier unsere Sprüche, die als Aufkleber auf dem Kasten für Belustigung sorgen könnten:

  1. Denken Sie nicht mal an einen Überfall, es könnte Ihr letzter sein.
  2. Fahren Sie vorbei und Sie leben länger.
  3. Das Berühren dieses Kastenwagens kann zum Zahnausfall führen

Makaber, oder? Aber die Nacht schliefen wir entspannt ;).

08:53 Uhr, 16,7 Grad, grauer Himmel und es nieselt ganz fein.

Galway

Nach einem guten Frühstück fuhren wir dann weiter in Richtung Galway. Wir fuhren weiter an der Küste entlang und bewunderten die Wasserkräfte, die dort wirkten. Beeindruckend.

Wir schraubten uns dann etwas höher in die Landschaft und kamen an großen Steinfeldern vorbei. Dort mussten wir glatt anhalten und mal über den Tellerrand schauen. img_2011a Oha, waren wir hoch und die Küste steil. Ich wagte kaum zu atmen. img_2010aNoch ein Schritt und es wäre um mich geschehen. Der Wind war nicht gerade rücksichtsvoll.

Nach einigen Stunden kamen wir dann in Galway an und parkten am Hafen.

Koordinaten: 53.269165, 9.050603

Dort blieben wir auch über Nacht. Von 08:00 Uhr – 19:00 Uhr kostet der Parkplatz 2€/Std. und von 19:00 Uhr – 08:00 Uhr dann einmalig 4€. Ganz ok. Der Weg in die Stadt war recht kurz. Und immer wieder waren Straßenkünstler anzutreffen.

Schließlich waren wir in der Fußgängerzone. Gut ließ es sich dort bummeln. Bis jetzt waren es die besten Fußgängerzonen in Irland. Aber der Himmel zog sich wieder zu, um sich dann wieder an einigen Stellen zu öffnen. Und dann kam er, der doppelte Regenbogen. So einen Bogen habe ich noch nie gesehen. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern. Auch meine Silke war beeindruckt.img_1821aNach einem Glas köstlichem Wein begaben wir uns zur Nachtruhe.

08:30 Uhr, 17,2 Grad, die Sonne scheint, viel Wind

Die Nacht war etwas unruhig. Einige gröhlende Typen gingen in der Nacht an unserem Kasten vorbei und sorgten für Unruhe. Auch die Seile der Segelboote  schlugen rhythmisch  an die Masten und sorgten für einen störenden Klang. Nach dem Frühstück ging unsere Fahrt weiter. Wir wollten unbedingt einen Wanderparkplatz aufsuchen, der recht schön sein soll. Aber es klappte nicht. Falsche Koordinaten? Falsche Eingabe ins Navi?
Jedenfalls bogen wir von der Hauptstraße nach links in einen Waldweg ein.

Der war noch schön zu befahren, aber nach einiger Zeit teilte mir das Navi mit „Ziel erreicht“. Silke und ich schauten uns ungläubig an. „Wo sind wir denn gelandet?“ kam es fast zeitgleich über unsere Lippen. Leider mussten wir umkehren. Wir gabe neue Kordinaten ein und machten uns auf den Weg. Als uns ein Trecker entgegenkam, ging fast nichts mehr. Es war einfach viel zu eng. Aber der Landwirt war gnadenlos mit seinem Fahrzeug und fuhr fast eine Hecke platt. Wir warteten, bis er vorbei war und fuhren weiter. Puhh, war das knapp.

Viele Äste ragten über die Fahrbahn, die zusehens enger wurde. Diese mussten wir erst beseitigen, denn wer möchte schon Kratzer an seinem Fahrzeug.img_2002aIm Schritttempo ging es voran. Nachdem wir den Dschungel verlassen hatten, wurden wir mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Wir hielten etwas länger inne und genossen die Aussicht. Wir freuten uns, dass wir die enge Waldstrecke gemeistert haben.
Nachdem wir diesen herrlcihen Blick in uns aufgesogen hatten, machten wir uns bereit für die Weiterfahrt. Das Navi zeigte uns den Weg, der nach einger Fahrt wieder bergan ging.

Reissende kleine Bergflüsse kreuzten unseren Weg.img_1996aDann gings wieder bergab, an einigen Seen entlang. Krasse Blicke auf das Wasser.

Um 13:50 Uhr stand eine Mittagspause an. Wir suchten uns eine ruhige Ecke und Silke bereitete das Mahl zu. Obwohl wir dort über 1 Stunde standen, kam lediglich ein Fahrzeug vorbei.

Es nieselte fast den ganzen Tag. Das Wasser sammelte sich in kleinen Pfützen. Als wir satt waren und das Abwasch erledigt war, tuckerten wir weiter in Richtung Galway. Dann kamen wir an die spektakulärste Küstenstraße, dagegen ist der „Ring of Kerry“ ein Witz.

Koordinaten der Küstenstraße: 53.606373, 9.710182 bis 53.650414, 9.755369

Diese Küstenstraße MUSS man als Irlandbesucher gefahren sein. img_1988a Hier zeige ich Euch ein kurzes Video zu dieser Straße. 30 km/h waren fast das Maximum.

Diese Straße entlang des Kilary Fjords fährt man wegen der schlechten Straßenverhältnisse mit um die 30-40 km/h. Das ist aber gut so, denn dann kann man auf sich die Umgebung ausreichend wirken lassen.

08:37 Uhr, 13,3 Grad, über Nacht etwas Regen und böigen Wind.

Heute war das erste Mal auf der Tour die Reservekassette der Toilette im Einsatz, da wir keine geeignete Entsorgungsmöglichkeit finden konnten. Wie gut, dass wir eine haben. Nach einiger Zeit fanden wir dann doch ein öffentliches WC, wo wir dann entsorgen konnten.img_1980a Weiter wollten wir uns dort nicht aufhalten. Und so fuhren wir weiter in Richtung Bangor. An einem hübschen Friedhof machten wir eine Mittagspause.

Anschließend machten wir einige kurze Filme, die wir Euch nachfolgend zeigen möchten. Man glaubt kaum, wo man sich befindet. Aber seht selbst, wie einsam es war:

Ich musste nach kurzer Zeit einfach mal anhalten und ein Rundumvideo drehen. Es zeigt sehr eindrucksvoll die karge Landschaft:

Gegen Mittag besserte sich dann endlich das Wetter und der Zeiger zeigte auf die 20 Gradmarke.

Bis heute haben wir folgende irländische Spezialitäten verkostet:

  • Gubbeen Cheese
  • Sheppards Pie  (Kartoffelpürree mit Lammbolognese)
  • Apple Pie (Apfelkuchen)
  • Irish Stew (grober Gemüseeintopf mit Lammfleisch)

Unterwegs kamen uns noch reichlich Motive vor die Linse.

Gegen 19:40 Uhr regnete es wieder und es war 15 Grad warm.

Ross Beach

In Ross Beach, in der Nähe von Killala fanden wir dann einen schön gelegenen Stellplatz mit WC, Aussendusche und Aussenwasserhahn.

Koordinaten: 54.232727, 9.198248

Von diesem Stellplatz aus hat man einen schönen Blick über das Wasser. Da ich mir jetzt aber nicht sicher war, ob es sich um Trinkwasser handelte, sprach ich einfach einen Iren an und fragte ihn. Er telefonierte umher und bestätigte uns, dass wir dieses Wasser unbedenklich bunkern dürften, was wir dann auch taten. Wir kamen toll ins Gespräch und erfuhren, dass er der Boss der „Dennis McCalmont Band“, Dennis höchstpersönlich war. Er schenkte uns sofort eine CD und ich bat um ein Foto. Er hat sich nicht lumpen lassen. img_1825aEs machte uns viel Spaß, mit ihm zu plaudern. Während dessen lief das Wasser in den Tank. Er meinte noch, dass das Wasser hier bedenkenlos wäre, das in Westport aber nicht. Dort sollte man vorsichtig sein. Aber leider ist auch das noch so tolle zufällige Treffen vorbei und wir zogen weiter.

Ballina

In Ballina kauften wir noch etwas ein. Da es schon spät war, übernachteten wir gleich auf diesem Supermarktplatz.img_1967a

09:27 Uhr, 12,4 Grad, etwas Regen

Die Nacht war recht ruhig und der Vorteil dieses Parkplatzes war: Wir bekamen gleich am Morgen frische Brötchen. Na lecker.

Glencar Waterfalls

Unsere Fahrt ging weiter auf der N59 in Richtung Sligio. An den Glencar Waterfalls fanden wir dann wieder eine Entsorgungsmöglichkeit.

Koordinaten: 54.338531, 8.368598

Enniskillen

Auf der N16 trudelten wir dann wieder in Großbritannien ein. Wir fuhren schließlich bis Enniskillen und parkten am Sportplatz.

Koordinaten: 54.343357, 7.642672

In Enniskillen stand der „Buttermarket“ auf dem Plan. Es ist ein kleines Künstlerviertel, wobei man das Wort „klein“ gerne wörtlich nehmen kann. Es lohnt sich nur für Künstler oder für Leute, die aussergewöhnliche Sachen käuflich erwerben wollen. Ansonsten hat die Stadt nichts zu bieten. Schön ist anders.

Nach einem kurzen Aufenthalt setzten wir dann unsere Fahrt bis nach Donegal fort. Auf dem Weg dorthin fuhren wir wieder an tollen Landschaften vorbei.

Donegal

In Donegal parkten wir am kleinen Hafen. Es hatte aufgehört zu regnen und die Sonne ließ sich blicken.

Einige andere Wohnmobile waren schon dort, einige parkten wegen ihrer Länge quer. Ich schob unseren Kasten rückwärts über den Gehweg. Das Thermometer zeigte nun knapp 20 Grad an und wir zogen los, die Stadt zu erkunden und einige Caches zu heben.

Koordinaten: 54.651405, 8.113331

img_1958aGegenüber dieser Kirche hat sich eine kleine Dose versteckt, aber nicht lange. Am frühen Abend, als uns der Hunger überkam, entschlossen wir uns, ein Restaurant zu besuchen und Irish Stew zu verköstigen. Wir nahmen an einem rustikalen Tisch Platz und bestellten Irish Stew und Fish and Chips.

Es schmeckte sehr gut, da konnte man nicht meckern. Abends fielen wir todmüde ins Bett.

09.47 Uhr, Sonne kam durch, 12,6 Grad.

Wir saßen gerade beim Frühstück, als wir die Bekanntschaft mit einem Polizisten machten, der mich trotz Parkticket mit üblen Worten aufforderte, mein Fahrzeug zu entfernen, da es zu lang ist, da der Fahrradträger über den Gehweg ragte. Er war sehr ungehalten, so dass ich weiter nichts entgegnete, sondern innerhalb 2 Minuten losfuhr. Ausserhalb von Donegal hielten wir dann dan und frühstückten zu Ende. Die „Querparkter“ erhielten jeweils einen Strafzettel. Puh, das war knapp für uns. Gott sei Dank waren wir schon wach und angekleidet.

Hinweis zur Nacht: In der Nacht trottete unser Nachbar mit seinem Hund um sein Wohnmobil und rief immer wieder lauthals: „Come on“, „Come on“, „Come on“. War das jetzt der aussergewöhnliche Name des Hundes oder wollte er ihn nur herbeirufen? Wir wussten es nicht. Gefühlte 20 mal rief er „Come on“. War schon nervig. Ein Übriges taten die Segelseile, die während des Sturmes ordentlich gegen die Alumasten schlugen. Dazu noch ein Lichtmast, der hellstes Flutlicht in unseren Kasten einbrachte.

Naja, während des Frühstücks riss der Himmel auf und die Sonne strahlte mit uns um die Wette. Aktuell 14,5 Grad.

Nachdem wir weiterfuhren, kamen wir an komisch aussehende Bauten vorbei. Leider konnten wir nicht ermittelteln, was es damit aufsich hat.img_1954aVielleicht eine Art Ofen? Heute ging unsere Reise weiter zum „Silver Strand“. Unterwegs wurden wir mit einem weiteren schönen Strand belohnt.

Malin Beg

Wir fuhren über Killybegs in Richtung Malin Beg. Von dort hatten wir einen herrlichen Ausblick über die Bucht. Hoch oben auf einer Anhöhe.

Koordinaten: 54.664845, 8.777171

Nachdem wir uns einigermaßen satt gesehen haben, fuhren wir weiter über die Silberstraße bis zu einem Parkplatz oberhalb des „Silver Strand“. Die Straße war recht eng, vorsichtiges Fahren war angesagt, will man sich keine Schrammen holen. Aber der tolle Blick über diesen „Silver Strand“ war schon beeindruckend. Wir können uns gut vorstellen, dass hier in der Hochsaison die Hölle los ist.

Nur an diesem Tag waren wir fast allein dort. Nur einige Fußgänger hatten sich hierher verirrt. Wir folgten dann die R230 Richtung Ardara. Allerdings kamen wir nur sehr langsam voran, denn immer wieder war fotografieren angesagt. Zu beeindruckend war die Landschaft und die Küste.

Und wieder kamen wir an einem tollen Strand vorbei.img_1934a

Ardara

Kurz vor Ardara schraubten wir unseren Kastenwagen in hohe Höhen, um dann über steile Serpentinen abwärts zu rollen. 1. Gang und schön langsam.

Es machte schon Spaß, ohne Verkehr langsam bergab zu rollen. Keiner der drängelte und es eilig hatte. Perfekt eben.

In Ardara machten wir dann eine Mittagspause und schlenderten durch den Ort. Den Kastenwagen parkten wir auf einem Parkplatz.img_1929aDer Ort Ardara ist ganz nett. Viele hübsche Häuser wurden bestaunt. Als uns dann der Hunger überkam, warfen wir einen Blick in einen Supermarkt. Wir waren überrascht, denn in Supermärkten gibt es immer etwas Warmes zum Speisen. Heute gönnten wir uns für 5,50€ ein ganzes Geflügeltier. Dieses wurde im Kastenwaren verspeisst. Eigentlich hätte ich auch mit gut gefülltem Bauch ins Bett gehen können, aber es zog uns doch weiter.

Hier jetzt wieder ein Kurzvideo, welches kurz nach Ardara aufgenommen worden ist. Man sieht hier seht gut, wie eng es wieder einmal ist.

Nach Ardara mussten wir noch unseren Kastenwagen entsorgen. Dies geschah dann an einem Parkplatz am „Narin Beach“.

Koordinaten: 54.838688, 8.446830

Es wurde auch gleich Frischwasser gebunkert.

Die folgende Küstenstraße bot uns wieder eine Vielzahl an tollen Aussichten.img_1921a Hier ein kurzes Video dazu:

 

Portnablagh Pier

Unser Nachtlager schlugen wir mit zwei weiteren Mobilen am „Portnablagh Pier“ auf. Es war schon ein komisches Gefühl, voll auf einen Pier zu fahren. Aber wir schlossen uns den Einheimischen an.

8:10 Uhr, 11,8 Grad, bewölkt.

Die Nacht war sehr ruhig, aber dafür so kalt, dass wir zum ersten mal die Bordheizung starten mussten. Gegen 08:30 Uhr setzten wir unsere Fahrt fort.

Fanad Heat

Ruhig ging es nach einiger Fahrt wieder bergan und wir wollten uns dann den Leuchtturm von „Fanad Heat“ (ich glaube, ich habe es falsch geschrieben). Leider waren die Tore geschlossen und wir konnten den berühmten Leuchtturm nur aus der Ferne ablichten.img_1909aNaja, was solls, fahren wir eben weiter, kein Problem. Ziel heute ist der „Stocker Strand“ im Norden Irlands. Der Parkplatz verfügt auch über ein WC, das passt.

Koordinaten: 55.188332, 7.608588

img_1903aDer Parkplatz ist sehr klein. Wir vermuten hier ein hohes Aufkommen von Menschenmassen in der Hochsaison. Da wird man so schnell keinen Parkplatz ergattern. Diesen Strandabschnitt nutzten wir gleich für eine Vielzahl von Fotos.

Silke ist immer für einen Spaß zu haben. Ob sie den wegbekommt?

Natürlich wurde die Zeit genutzt, um ein paar Muscheln zu bestaunen. Gummistiefel sei Dank. Und diese Straße müssen wir gleich wieder hoch.

Wir freuten uns darauf, denn so konnten wir noch den super Strand aus einer anderen Perspektive genießen.

Über den riesigen Fjord fährt eine Fähre auf die andere Seite.  Warum nicht diese Fähre von Rathmullan, kann man doch viele Kilometer sparen? Nun, wir haben zwar nur einen Kastenwagen, aber auf der anderen Seite des Fjords würde uns eine weit über 20%ige Steigung erwarten. Das wollten wir unserem Fahrzeug nicht antun. Jeder sollte sich genau überlegen, ob er sich diese Wahnsinnssteigung antun möchte. Diese Fähre nahmen wir also nicht, sondern folgten dem Fjord in südlicher Richtung in Richtung Letterkenny, und dann weiter bis nach Londonderry/Derry.

Portrush

Wir befanden uns nun wieder in Nordirland. Wir fuhren von hier nach Nordosten und machten Pause auf einem nordirischen Stellplatz, in Portrush. Man glaubt es kaum, ein schöner Stellplatz.

Koordinaten: 55.201954, 6.651801

img_1896aAm Nachmittag wollten wir uns die „Rope Bridge“ ansehen und auch drüberlaufen. Wir fuhren also die steile Abfahrt über einige Rampen hinweg hinunter bis zum Parkplatz. Dort teilte uns der Platzbetreiber mit, dass diese Brücke heute aufgrund starkem Wind nur für die ganz Harten geeignet wäre. Da Silke ihre Bedenken anmeldete, beschlossen wir, diese Hängebrücke nicht zu überqueren. Wir machten uns also auf den Weg, die steile Abfahrt wieder hinauf zu erklimmen. 1. Gang und langsam los. Links Felswände, rechts gemauerte Mauern, es war dermaßen eng. Zu unserem Glück kam noch ein Reisebus die Abfahrt hinunter. An einer etwas breiteren Stelle quälten wir uns aneinander vorbei. Es war so knapp, ich hörte schon das Blech jammern. Aber es ging gut. Ich möchte mir hier keinen Alkoven oder einen Teilintegrierten vorstellen. Dort würde ich dann nicht runterfahren. Gut, fahren wir eben weiter.

Glenarm

Unser Ziel war das kleine Küstenstädtchen Glenarm. Dort gibt es einen Parkplatz am kleinen Hafen.

Koordinaten: 54.967884, 5.953595

img_1893aAm späten Nachmittag wurde noch eine kleine Dose gesucht und gefunden. Silke konnte das Teil aufspüren.

Anschließend belohnten wir uns in einem nahegelegenen Pub mit einem Guinnes. Ein kleiner Schnack mit dem Barkeeper inklusive.

08:35 Uhr, 17,7 Grad

Die Nacht war dermaßen stürmisch, dass man dachte, die Dachluken werden aus dem Dach gerissen oder der Kastenwagen kippt um, so hat das Fahrzeug gewackelt. An richtigen Schlaf war nicht zu denken.

Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es weiter Richtung Belfast. In Whitehead an der B 150 fanden wir eine Entsorgungsstation auf unserem Weg. Selbstverständlich wurden die Tank wieder geleert.

Bangor

Belfast steht vielleicht später einmal auf dem Plan. Dieses Mal sind wir problemlos durchgefahren und fuhren weiter auf der A2/B20 bis nach Bangor. Dort parkten wir auf einem großen Parkplatz am Hafen mit kurzem Weg in die Innenstadt.

Wir stellten beim Spazieren gehen fest, dass viele Geschäfte bereits geschlossen hatten. Offensichtlich war für einige Kaufleute die Saison vorbei. img_1892a So verließen wir am Nachmittag Bangor, die Touristenhochburg und fuhren weiter Richtung Dublin.

Bangor gibt es auf der Insel allerdings zweimal, einmal im Westen und einmal im Osten. Auf unserem weitren Weg kamen wir in den Genuss von „Fish-Pie“, wobei „Pie“ wohl Kartoffelpürree heißt. Dazu Kabeljau, Dosch oder Seelachs, Erbsen und dann mit Käse überbacken. War sogar richtig lecker.

Dublin

Wir fuhren anschließend durch bis Dublin, denn dort wollten wir auf einem Campingplatz für 2 Nächte verweilen und uns in Ruhe Dublin anschauen. img_1870aKoordinaten: 53.304985, 6.414289

Der Campingplatz heißt „Camac Valley“, ist schön angelegt und verfügt über große Stellflächen.

08:34 Uhr, 13 Grad, bewölkt

Die Nacht schliefen wir sehr gut und wachten entspannt auf. Heute stand Dublin auf dem Plan. Mit dem Motorroller fuhren wir bis in die Innenstadt, parkten dort ab und warfen uns ins Menschengewühl. Zunächst gingen wir zum Dublin Castle.

Da musste auch ein Selfie her. Anschließend ein kurzer Blick auf die „Christ Church Cathedrale“.img_1886aDublin hat schon beeindruckende Bauten zu bieten. Hier fließt auch der River Liffey durch die Stadt. Auf der linken Seite fließt der Verkehr in die eine und auf der rechten Seite fließt er in die entgegengesetzte Richtung.

Die sogenannte Shoppingmeile befindet sich in der Henry Street, während sich das „Temple Viertel“ auf der anderen Seite des Flusses befindet.

In der Henry Street erwartete uns ein riesiges Shoppingcentre, perfekt, um ausgiebig zu bummeln. Die Toiletten in diesen Shoppingcentren sind supersauber mit allem Drum und Dran. Und nebenbei spielt herrliche Musik. Was will Mann/Frau mehr?img_1882aHinweis für Internetnutzer:

Es gibt sogenannte Prepaidkarten mit um die 30 GB Datenvolumen für 15€ (Lyca Mobile). Dazu muss man in den Shoppingcentren die Augen aufhalten.

Nachfolgend Fotos der Henry Street:

Das „Temple Viertel“ ist auf jeden Fall ein MUSS. In vielen Pubs hört man irische Klänge, die zum Verweilen einladen.

img_1834aDas Viertel der „jungen“ Leute. Genau richtig für uns ;). „Irish Coffee“ musste in einem der Pubs probiert werden. Ein Gedicht, wie mir Silke bestätigte.
Viele Brücken führen über den River Liffey. Hier sehen wir im Hintergrund die H’Penny Bridge, die abends toll beleuchtet ist.

Der Rückweg mit unserem Motorroller gestaltete sich überraschend schwierig, da mein Navi die Straßen rund um den Campingplatz nicht kennen wollte. Mit Hilfe meines Ipads wurde die grobe Richtung anvisiert. Aber es kam, wie es kommen musste. Wir verfuhren uns und fuhren zu früh von der Autobahn. Letztlich konnten wir Polizisten nach dem Weg befragen und wir fanden unseren Campingplatz mit mehreren Stopps auf dem Seitenstreifen der Autobahn wieder. Dort mussten wir immer wieder stoppen, um schnell einen Blick aufs Ipad werfen zu können. Mein TomTom Navi Kartenmaterial war wohl etwas in die Jahre gekommen.Aus ursprünglich 14 km wurden 31 km. Gott sei Dank hatte ich vorher noch getankt.

Abends gegen 18:28 Uhr konnten wir sogar noch draußen sitzen und dem Grillen fröhnen. Läuft.

Wir lieben Kräuter. Man sieht’s, oder? 😉

09:45 Uhr, bewölkt, 17 Grad

Wir starteten nach einer erholsamen Nacht Richtung Rosslare. An der Küste erwartete uns eine ruhige See mit klasse Spiegelungen.img_1841aWir fuhren wieder an der Küste entlang, die teilweise schmale Straßen hatte.

Immer wieder mussten Äste beiseite geräumt werden. Teilweise waren die so dick, dass wir nur gemeinsam für freie Wege sorgen konnten. Da fehlte eine Axt.img_1866aIn Greystones sollte man auf der Hut sein. Übelste Rampen queren immer wieder die Straße. Wer nicht aufpasst, zerlegt sein Wohnmobil. Die erste nahm ich etwas schnell, Gott sei Dank blieb der Roller auf seiner Bühne. Gescheppert hatte es schon recht solle.

Unterwegs waren immer wieder kleine Häfen zu sehen. Wir fanden die echt toll und es musste ein Foto her. Hier befanden wir uns in Courtown Habour, einer Touristenhochburg, Luftlinie 50 km vor Rosslare.

Auch kleine Gotteshäuser waren immer wieder zu entdecken.Nach und nach kam die Sonne immer länger raus und die letzten Wolken verzogen sich und die Temperatur stieg auf über 20 Grad.

Ballinesker Beach

Auf unserer Fahrt kamen wir schließlich am „Ballinesker Beach“ an. Der Parkplatz war recht groß, aber in der Hauptsaison sicherlich völlig überfüllt.img_1863aKoordinaten: 52.399673, 6.359301

Hier seht Ihr den Strand, feinster Sand, der Strand ging flach ins Wasser über, perfekt für Kinder.

Dazu ein kurzes Video

Das nachfolgende Video vergleicht die Sandstrände Irlands.

Da unsere Fähre morgen früh geht, wählten wir für die Nacht einen kleinen Parkplatz am Wasser, südlich von Roslare.

Dieser hatte sogar einen kleinen Strand. In der Nacht standen wir hier allerdings ganz alleine, da der andere Wohnmobilist es doch vorzog, woanders zu übernachten.

Die Anfahrt allerdings war schon lustig. Man stelle sich vor, dass man mit seinem Fahrzeug durch eine Wohnsiedlung entlang eines Golfplatzes fährt, als plötzlich ein offensichtlich neues Fahrzeug uns entgegenkam. Am Steuer ein älterer Herr, auf dem Beifahrersitz eine ältere Dame. Sie bemerkten, dass es etwas eng werden könnte. Der Herr legte seinen Rückwärtsgang ein und gab Gas. Er kam dermaßen ins Schlingern, dass er halb auf eine Böschung zu fahren kam. Wir dachten, der kippt gleich um. Ohne sich beirren zu lassen rumpelte er wieder auf die Fahrbahn und hielt an. Wir konnten nun langsam dran vorbei. Aber der Herr kurbelte seine Fensterscheibe runter und beschwerte ich über unser langes Fahrzeug und dass wir hier nicht fahren dürften. Dann fuhr er davon, ohne sich sein Fahrzeug weiter auzusehen.

Wir waren uns aber sicher, keine Schilder übersehen zu haben.

Wir genossen noch das Wetter und die Küste, bevor wir rechtzeitg ins Bett gingen.img_1860a

Recht früh mussten wir aufstehen und uns fertig machen, denn die Fähre sollte heute wieder auf das englische Festland fahren. Rechtzeit fuhren wir zum Hafen nach Rosslare.

Stichproben wurden von den Hafenmitarbeitern durchgeführt.

Auf der Fähre wurden die ersten Fotos gesichtet.

Fazit unseres Irlandurlaubes

  • Straßen: teilweise eine Zumutung, rumpelig und überwiegend eng, teilweise 30 km/h Geschwindigkeit
  • Fleisch: günstiger als in Deutschland
  • Alkohol: fast doppelt so teuer wie in Deutschland
  • Diesel: zwischen 1,12€ und 1,25€, in Nordirland 1,10 Pfund
  • Stellplätze: wenig vorhanden
  • Übernachtungen i.d.R. auf „normalen“ Parkplätzen eingeschränkt möglich (Schilder beachten)
  • Ver- und Entsorgung: Stationen, bis auf vielleicht 2-5, sehr wenige vorhanden. Entsorgung Toilette und Abwasser über öffentliche WC, Frischwasser bunkern über öffentliche Wasserhähne (bedingt als Trinkwasser geeignet)
  • Trinkwasser: Trinkwasser aus Supermärkten in 1,5 liter Buddeln.
  • Klima im September: mild, Nachtabsinken der Temperaturen minimal, bei 20 Grad Tagestemperatur nachts um die 13-15 Grad, bei Tagestemperaturen um die 15 Grad nachts dann um die 10 Grad.
  • Tankstellen und Supermärkte: diese haben meistens nebenbei eine Art Imbiss, wo man verschiedene warme und kalte Speisen kaufen kann.
  • Nordirland: öfter Ver-und Ensorgungsstationen anzutreffen als in Irland
  • Wegweiser für Stellplätze und Entsorgungsstationen: die Beschilderung ist in Nordirland eindeutig besser.
  • Wild Atlantik Way/Coastel Route: In Irland sollte man den Wegweisern WWW nicht blind folgen, sehr enge Straßen wäre teilweise die Folge, während in Nordirland der Coastel Route über gute Straßen führt
  • Autobahnen: in sehr gutem Zustand, schnelles Vorankommen garantiert
  • vierstellige Straßen: Straßen mit 4 Zahlen und einem Buchstaben sollte man meiden, z.B. R4675
  • Supermärkte: es gibt genügend Supermärkte in Irland/Nordirland, wie Aldi, Lidl, Tesko usw.. Viele Läden und Tankstellen in kleineren Orten sind in Irland allerdings oft geschlossen. Immer rechtzeitig tanken und Verpflegung bunkern
  • Geldautomaten: in jeder größeren Stadt zu finden. Wir warnen vor Wechselstuben.
  • Empfehlenswerte Strecken: u.a. der Ring of Kerry, oder die Straße entlang des Killary Fjords
  • Temperaturen: im Osten von Irland angenehmer, im Süden/Westen und Norden herrscht raues Klima mit viel Wind
  • Begegnungsverkehr: irische Bürger sind i.d.R. rücksichtsvoll. Aufpassen sollte man allerdings bei entgegenkommenden Bussen. Die verringern ihre geschwindigkeit ungern. Aufpassen bei gleichgroßen Fahrzeugen, wegen der identischen Höhe der Aussenspiegel. Schneller Reagieren des Beifahrers ist zwingend erforderlich. Fenster runter und Spiegel anklappen sollten fix von der Hand gehen
  • Baden/Schwimmen: Irland ist kein reines Badeland, wenngleich es einige gute Strände gibt. Das Problem sind dann die geringe Anzahl von Parkplätzen. Diese sind in der Hochsaison sicherlich überfüllt
  • Strände: die schönsten Strände gibt es auf der Nordhalbkugel, überwiegend im Osten der Insel
  • Pubs: ein Besuch der dunkelsten Pubs ist sehr zu empfehlen, oftmals mit Livemusik und alles völlig entspannt
  • Fahrräder ja/nein: unseres Erachtens sind Fahrräder auf der Insel nicht erforderlich, kurze Wege von Parkplätzen in die Stadt, keine Fahrradwege, man fährt immer auf der engen Fahrbahn (gefährlich)
  • motorisiertes Zweirad: für Cork, Belfast, Dublin sehr hilfreich
  • Rosslare erreicht/Parkplatz: es gibt zwei Stellmöglichkeiten, einen südlich von Rosslare (wir berichteten) und einen nördlich von Rosslage (mit WC). Dort aber nur für Fahrzeuge bis 6 m geeignet
  • freilaufende Schafe: Vorsicht vor freilaufenden Schafen, Geschwindigkeit verringern und langsam vorbei. Die kennen das schon
  • Campingplatz/Stellplatz/Parkplatz: 2 x CP, 2 x SP, sonst Parkplatz
  • 2te Kassettentoilette: wir haben 2 Kassetten dabei, es beruhigt ungemein

Solltet Ihr noch Fragen haben…….Wir beantworten sie gerne.

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Silke und Michael genießen die Zeit, die sie mit ihrem Kastenwagen unterwegs sind. Ihre Freude ist immer riesig, wenn es wieder heißt: "Es kann losgehen!" Die Erlebnisse zeigen sie in diesem Reiseblog. Viel Spaß beim Schmökern

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