„Corona-Tour“ Hamburg – Delmenhorst

Aktualisiert am

Wir nennen unsere Tour in Zeiten von Corona die „Corona-Tour“, damit wir uns immer wieder an diese schwierigen Zeiten erinnern. Es war nicht einfach, in den verdienten Ruhestand überzugehen, eine 3monatige Tour zu planen und dann gesagt zu bekommen: „Ätsch, war mal nichts!“ Trotzdem sind wir jetzt, nachdem Niedersachsen den Tourismus wieder zugelassen hat, mit unserem Camper losgefahren. Zunächst wurde mit Silke der ursprüngliche Kurs neu besprochen. Das Ergebnis war, dass wir zunächst in Richtung Cuxhaven fahren, immer der Elbe nach.

Nun wurden die Räder auf den Träger geladen und nützliche Sachen wurden verstaut, dann konnte es losgehen.

Leider sagte der Wetterbericht:“bleibt zu Hause, es wird kalt und soll auch regnen!“ Das war uns egal, zu lange saßen wir zu Hause rum und konnten wenig bis garnichts unternehmen. Aber jetzt können die Erlebnisse beginnen.

Wischhafen

Unser erster Stop war Wischhafen. Freunde von uns waren vor einiger Zeit dort (lieben Gruß an Sabine und Uwe an dieser Stelle). Deshalb fuhren wir dort ebenfalls hin, um uns den dortigen Stellplatz anzuschauen. 4€ Spende sind dort für eine Nacht fällig. Mülleimer vorhanden, aber kein Strom und keine VE Station.

In unmittelbarer Nähe zur Fähre befindet sich eine Fischbude mit ganz leckeren Fischbrötchen. Da mussten sofort einige geordert werden. Der Matjes ist aber auch lecker. Für den, der Matjes mag, eine tolle Geschmacksache. Sehr empfehlenswert.
Im Laufe des Abends gesellten sich drei weitere Mobile zu uns, aber sie hielten den erforderlichen „Corona“Abstand ein. Die Nacht war relativ ruhig. Allerdings stand in 100m Entfernung ein „Kühler“, der durchweg seine Ladung kühlen musste. Aber wir konnten trotzdem ruhig schlafen.

Cuxhaven

Ein Bummel durch Cuxhaven war geplant. Dazu fuhren wir in die Nähe der Innenstadt und suchten uns einen Parkplatz. Da kam plötzliche ein Wohnmobilparkplatzschild in unseren Sichtbereich und flott standen wir auf dem leeren Platz. Plötzlich kam ein älterer Herr auf uns zugelaufen und erklärte, dass man hier nicht stehen könne…..wegen „Corona“. Der Platzinhaber möchte es nicht so gerne, warnte er uns. Naja, wir hatten keine Lust auf ein ellenlanges Gespräch und fuhren 200 m weiter auf einen anderen Parkplatz. Wir wollen dort ja nicht übernachten, sondern nur in die Innenstadt etwas Bummeln. Das Wetter spielte mit und wir aßen sogar bei dem Griechen „Mykonos“ lecker zu Mittag.

Sehr empfehlenswert, auch der Mittagstisch ist völlig ausreichend, es sei denn, man ist ein sehr guter Esser.Ihr seht auf dem Foto, dass nicht viele Menschen unterwegs waren. Es wurden noch einige Kleinigkeiten gesucht und dann galt es, einen Übernachtungsplatz zu finden. Wir kamen bei unserer Suche noch am Stellplatz „Die Platte“ in Cuxhaven vorbei. Boar, war der schon voll. Jeder zweite Platz war belegt, die anderen gesperrt. Ich schätze zu 90% belegt. Aber wir wollten ja nur schauen und fuhren anschließend weiter.
In Sahlenburg kamen wir an einen Parkplatz, der hinsichtlich Google Earth für eine Übernachtung in Frage kommen konnte, doch wir wurden enttäuscht. Ein Sperrband hing quer über die Zufahrt und verwehrte den Eingang. Gut, optisch war es nicht so der Hit, also weiter. In der Nähe soll sich ein Wanderparkplatz befinden, den wir uns nun anschauen wollten. Daten ins Navi und hin da. Aber der Platz entpuppte sich als schräge Fläche und war auch nicht so dolle.
Gut, man muss solche Niederlagen hinnehmen, wenn man als „Freisteher“ unterwegs ist. Schließlich wollen wir im Rahmen unserer „Corona-Tour“ auch wissen, ob man komplett ohne Landstrom auskommt oder eben nicht. Der nächste Anlaufpunkt war ein sehr großer Parkplatz, ungefähr 800 m vom Strand entfernt. Als wir vor Ort waren, entschlossen wir uns, unser Nachtlager aufzuschlagen, denn der Platz gefiel uns sehr gut. Dort konnte ich dann entspannt das Laptop hervorholen und mit diesem Bericht beginnen.

Die Nacht auf dem einsamen Platz war sehr ruhig und erholsam. Allerdings regnete es immer wieder mal. Gut, es ist wie es ist.

Im nachfolgenden Clip geben wir ein paar Einblicke über unseren Batteriestatus.

Nach einem feinen Frühstück ging unsere Tour bis nach Bad Bederkesa.

Bad Bederkesa

Wir stellten unseren Camper am Schloß auf dem dortigen Stellplatz ab. Dieser platz scheint neu zu sein, verfügt aber nur über zwei Plätze für Wohnmobile. Diese dürfen dort nächtigen und das Parkentgeld ist in der gegenüberliegenden Therme zu entrichten. Wegen „Corona“ war die Therme geschlossen und wir konnten nicht bezahlen. Es ist eine VE Station und eine Stromsäule vorhanden.

Wenn man in Richtung See geht, kommt man an einem Kanal vorbei, wo man sich Hausboote mieten kann. Alle Informationen im nachfolgenden Video.

Im Laufe des Nachmittags spazierten wir um den Bederkesaer See herum, eine Strecke von um die 7 km und suchten dabei gleich einige Caches. Gott sei Dank spielte das Wetter mit.

Ein toller See mit vielen Blicken auf das Wasser. Der Weg um das Gewässer war geschottert und richtig gut zu gehen. Viele aufgestellte Bänke luden zu einer kleinen Pause ein.

Auch große Bäume bekamen von Silke ihre Zuneigung. Hinter einem der drei Aussichtstürme fanden wir noch einen hübschen Cache.

Alles in Allem waren wir gute dreieinhalb Stunden unterwegs.

Hier ein kleines Video dazu.

Imsum

Hier fanden wir einen kleinen Parkplatz am Friedhof. Wir fuhren hierher, weil man hier schöne Sonnenuntergänge bestaunen kann.

Aber zunächst wurden einige Geocaches gesucht. Es macht uns immer wieder viel Spaß, diese kleinen Dosen zu suchen. Zu den Caches haben wir ein kleines Video hinzugefügt. In diesem wird auch ein GoPro Gimbal der Firma Feiyutech vorgestellt und zwar das Modell G6. Wer Interesse hat, schaut mal rein. Fragen gerne in die Kommentare.

Am Nachmittag ging es nochmal mit den Fahrrädern zum Cachen. Der Wind direkt an der See ist recht frisch und stark, trotzdem konnten wir einige Caches heben. Hier ein kurzes Video dazu.

Am Abend, als die Sonne langsam unterging, waren noch ein paar Fotos zu machen.

Die Nachrichten teilten uns mit, dass jetzt nach und nach die innerdeutschen Grenzen geöffnet werden sollen. Da ein Tripp nach Langeoog leider nicht stattfinden konnte, beschlossen wir, entlang der Weser gen Süden aufzubrechen. In den Bremer Bereich können wir auch noch nicht rein, da Bremen nicht geöffnet hatte. Also drumherum bis wir letztlich in Delmenhorst landeten.

Delmenhorst

Wir schauten uns unterwegs noch einige Übernachtungsmöglichkeiten an, waren aber am Ende nicht zufrieden. Deshalb fuhren wir bis nach Delmenhorst. Dort übernachteten wir und schmiedeten Pläne für den nächsten Tag.

Nachfolgend eine Streckenübersicht der bis jetzt gefahrenen Strecke.

Wir beschlossen, noch einen weiteren Tag in Delmenhorst zu verbringen, denn der Ort bietet doch nicht nur eine Innenstadt mit Fußgängerzone, sondern auch einen großen Park. Und dann konnten wir noch über den Markt schlendern und uns mit weiteren Köstlichkeiten eindecken.

Im Park stand ein Geocache auf dem Plan, konnte aber nicht gefunden werden, da das Handy von Silke irgendwie verrückt spielte. Gut, dann eben mal kein Cache, stattdessen genossen wir den Spaziergang durch den Park mit seinen riesigen alten Bäumen und vielen Rhododendren.

Vom Markt und dem Park nachfolgend noch ein kleines Video.

Bis jetzt benötigen wir keinen Landstrom, aber die Solaranlage muss bei Sonne raus, bzw. hinter die Windschutzscheibe, damit nachgeladen werden kann.

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Über Travel-Cycle 267 Artikel
Silke und Michael genießen die Zeit, die sie mit ihrem Kastenwagen unterwegs sind. Ihre Freude ist immer riesig, wenn es wieder heißt: "Es kann losgehen!" Die Erlebnisse zeigen sie in diesem Reiseblog. Viel Spaß beim Schmökern

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