Mit dem Fahrrad von Winsen nach Basel, Tag 8

Last Updated on 24. Oktober 2018 by Travel-Cycle

In diesem Teil gebe ich meine Eindrücke meiner Fahrradtour „In acht Tagen von Winsen bis nach Basel“ wieder.

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Es ist endlich geschafft. Ich bin in Basel gelandet. Es war ein harter Ritt, muss ich schon sagen. Am Morgen war mir nicht gut, die Knochen schmerzten, die Beine waren schwer. Ich hatte Mühe, zum Frühstück zu gelangen. Die Treppen abwärts waren anstrengend. Aber ich wollte vor Basel nicht aufgeben. Es waren um die 135 km zu bewältigen.
Nach einem reichhaltigen Frühstück fuhr ich in Kehl los. Ich entschloss mich, wieder nach Strasbourg zu fahren und dann dort auf der französischen Seite den Rhein weiter abwärts zu fahren. Es galt zunächst, die D 468 zu finden, der ich dann einfach folgen würde, ganz bis nach Basel. Es lief recht rund, die Beine waren wieder wach und folgten meinen Befehlen. Der Nacken machte mir aber weiterhin Sorgen. Ich fuhr dann, der D 468 folgend , weiter Richtung Süden. In einem kleinen Kaff in Frankreich – man hat immer die Vermutung, die französischen Einwohner verdienen genug, denn die Läden sind immer geschlossen – wollte ich mir zu Mittag einen Hamburger mit Pommes bestellen. Was bekam ich? Zwei plattgeschlagene Frikadellen mit Pommes. Wo war der Salat? Wo war die Salatgurke? Nichts, rein garnichts. Aber das ist noch nicht das Schlimmste gewesen. Einen Tag zuvor bestellte ich ein Menü in Frankreich. Ich bekam:
1 schwimmendes Spiegelei in Tomatensoße, dazu ein Hühnerschnitzel mit Pommes. Das war ganz ok. Aber eigenartiges Essen haben die Franzosen schon. Als mir ein lieber Kerl einen Weg am Rhein-Rhone-Kanal zeigte und meinte, dass ich diesen weit über 30 km folgen könnte, war ich froh. Immer geradeaus, klasse. Am Ende musste ich die Seite des Kanals wechseln. Gut weiter. Der zweite Teil meiner Anhängerfahne wurde unterwegs verloren, egal, weiter. Aber als dann der Asphalt aufhörte und ich auf einem Feldweg landete, war der Spaß vorbei. Lehm, nichts als Lehm. Ich will nicht anhalten, ich will nicht. Als runtergeschaltet, ordendlich Druck aufs Pedal und mit druchdrehenden Reifen voll durch den Dreck. Mein Rad hat wieder gelitten. Nach vielen weiteren Kilometern kam ich endlich in Basel an. Eine nette Frau machte dann das Foto. Beweis: Ich habe die Strecke Winsen-Basel geschafft. Jetzt galt es noch, den Treffpunkt mit meinem Bekannten, Walter, zu finden. Alle Franzosen wollten mich zur St.Johann Brücke leiten. Ich war auch dort, nur der Rhein nicht mehr. Irgendwie war ich falsch. Eine Gendamerie Streife kam vorbei und ich konnte sie stoppen. Sie wiesen mir den Weg zur St.Johanniter Brücke. Dort war der Treffpunkt. Nach einigen Telefonaten mit Karin, Walters Frau, konnte das Zusammentreffen endlich erfolgen. Rad und Anhänger in den A4 Avant und ab gings nach Bern. Genug ist genug. Ich habe mein grobes Ziel erreicht und bin auf mich sehr stolz. Mit “wenig” Training diese Strecke zu absolvieren war schon der Hammer. Aber gesagt ist gesagt.
Die Fotos, die ich beigefügt habe zeigen erst den Kanal im besten Zustand, dann im zweitbesten und schließlich im übelsten Zustand. Es war grausam. Das Wetter allerdings war gut, trocken, teilweise Sonne und sehr wenig Wind. Jetzt wird zwei Tage bei Walter in der Schweiz diese Leistung gefeiert. Prost.

Hier die Daten:

Strecke: 131,46 km
Gesamtstrecke: 1059 km
Schnitt: 18,1 km/h
Gesamtschnitt: 17,82 km/h
Fahrzeit: 7:14:14
Gesamtfahrzeit: 60:42:71
HM: 268
Gesamt HM: 2555

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Silke und Michael genießen die Zeit, die sie mit ihrem Kastenwagen unterwegs sind. Ihre Freude ist immer riesig, wenn es wieder heißt: "Es kann losgehen!" Die Erlebnisse zeigen sie in diesem Reiseblog. Viel Spaß beim Schmökern

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